Unwetter im Urlaubsparadies
: Mindestens 18 Tote bei schweren Überschwemmungen auf Bali und Flores

Regenmassen verwandeln Balis Straßen in Flüsse, Autos treiben davon. Es gibt Tote und Vermisste, auch auf der ebenfalls beliebten Insel Flores. Weitere Unwetter werden erwartet.
Von
dpa
Denpasar
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Viele Straßen in Balis Hauptstadt Denpasar wurden überschwemmt.

Uncredited/National Disaster Management Agency/dpa
  • Schwere Überschwemmungen treffen Bali und Flores: 18 Tote, 6 Vermisste gemeldet.
  • Balis Hauptstadt Denpasar und Touristenziele wie Ubud schwer betroffen.
  • Mindestens 14 Tote auf Bali, 4 im Nagekeo-Distrikt auf Flores, darunter ein Baby.
  • Verkehrschaos und Evakuierungen – Schäden laut lokalen Medien enorm.
  • Meteorologen erwarten weitere Unwetter durch äquatoriale Rossby-Wellen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Weltbekannte Tourismusgebiete sind nach ungewöhnlich starken Regenfällen auf der indonesischen Insel Bali überschwemmt. Auch die weiter östlich gelegene Insel Flores, die bei Urlaubern ebenfalls sehr beliebt ist, ist schwer betroffen. Straßen, Unterführungen und Häuser stehen unter Wasser. Autos wurden fortgespült, viele Menschen mussten teilweise mit Booten evakuiert werden.

Die tragischen Folgen werden immer deutlicher, die Todeszahlen steigen: Auf beiden Inseln kamen bislang insgesamt 18 Menschen ums Leben, sechs weitere gelten als vermisst, wie die Behörden mitteilten. Besonders schwer traf es Balis Hauptstadt Denpasar, aber auch in bekannten Touristenzentren wie Canggu und Ubud hätten sich Straßen teilweise in Flüsse verwandelt, schrieb die Zeitung „Bali Sun“. Der Katastrophenschutz meldete zudem mehrere Erdrutsche.

Allein auf Bali starben mindestens 14 Menschen in den Fluten. Mehr als 560 Menschen mussten dem Katastrophenschutz zufolge ihre Häuser verlassen und wurden in Gemeindezentren und Schulen untergebracht. Vielerorts herrschte Verkehrschaos, vor allem auf den Zugangswegen zum internationalen Flughafen I Gusti Ngurah Rai. Die Schäden sind lokalen Medien zufolge gewaltig. Touristen in den überfluteten Gebieten wurden aufgefordert, sich nicht unnötig in Gefahr zu begeben.

Notstand auf Bali ausgerufen

Derweil wurde für die Insel ein einwöchiger Notstand ausgerufen. Dies wurde nach einem Treffen zwischen dem Katastrophenschutz und der Provinzregierung bekannt. Die Maßnahme soll es ermöglichen, mehr Ressourcen zu mobilisieren, um den Menschen schnell helfen zu können.

Viele Menschen mussten mit Boote in Sicherheit gebracht werden.

Uncredited/BASARNAS/AP/dpa

Weitere Unwetter erwartet

Für die kommenden Tage werden weitere Unwetter erwartet. Die Meteorologiebehörde BMKG machte so genannte äquatoriale Rossby-Wellen für die sintflutartigen Regenfälle verantwortlich. Dabei handelt es sich um große, planetarische Wellen, die langanhaltende Extremwetterlagen auslösen können. Den Meteorologen zufolge hat das Phänomen zur Bildung dichter Regenwolken geführt, was die starken Regenfälle auslöste.

Tote auch auf Flores

Auch auf der Insel Flores kam es zu schweren Fluten. Im Nagekeo-Distrikt forderten Sturzfluten mindestens vier Todesopfer, vier weitere Menschen gelten als vermisst. Unter den Opfern ist ein sechs Monate altes Baby. Zu den Vermissten zählen zwei Kleinkinder.

Überschwemmungen und Erdrutsche gehören in Indonesien zur Regenzeit zwischen November und März fast jedes Jahr zum Alltag. Doch die aktuellen Regenfälle gelten als ungewöhnlich heftig. Die für ihre Reisefelder, Tempel und Strände bekannte „Insel der Götter“ Bali ist eines der beliebtesten Reiseziele in Indonesien und lockt jedes Jahr Millionen Besucher aus aller Welt.

Die Schäden auf der beliebten Urlaubsinsel Bali sind groß.

Uncredited/National Disaster Management Agency/dpa