Unwetter in Frankreich aktuell
: Überschwemmungen im Norden, dutzende Feuerwehreinsätze

Der Norden von Frankreich ist derzeit von Unwettern betroffen, es gibt zahlreiche Überschwemmungen – neuer Regen lässt die Bewohner bangen. Alle Infos im Überblick.
Von
Philipp Staedele
Lille/Arras
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Frankreich, Saint-Étienne-Au-Mont: Die Überschwemmungsgefahr in Nordfrankreich spitzt sich angesichts anhaltender schwerer Regenfälle zu.

Sameer Al-Doumy/dpa

Im Norden von Frankreich sind nach Unwettern viele Orte von Überschwemmungen betroffen. Die Ankündigung von weiteren Regenfällen lässt die Menschen bangen.

Welche Orte in Frankreich sind betroffen?

Im Département Pas-de-Calais bleiben 388 Schulen in 279 Gemeinden bis einschließlich Dienstag geschlossen, wie die Behörden ankündigten. 60 Straßen waren unpassierbar und die Feuerwehr rückte erneut zu Dutzenden Einsätzen aus. Nach tagelangem Regen sind mehrere kleinere Flussläufe in der Region zwischen Calais, Arras und Lille über die Ufer getreten.

Schlechte Aussichten – Weiterer Regen angekündigt

Der Wetterdienst Météo France warnte am Montag angesichts weiterer Niederschläge vor einer Zuspitzung der Lage. In Calais demonstrierten am Montagmorgen Landwirte und forderten einen besseren Unterhalt von Gräben und Kanälen zum Abfluss der Wassermassen, wie die Zeitung „La Voix du Nord“ berichtete.

Milliarden-Schaden durch „Ciaran“ und „Domingos“

Nach den Unwettern „Ciaran“ und „Domingos“, die den Nordwesten und Norden Frankreichs zwischen dem 1. und 5. November trafen, bezifferte der französische Versicherungsverband France Assureurs den entstandenen Schaden auf 1,3 Milliarden Euro. Gut 90 Prozent der Schäden seien an privaten Wohnungen und Gebäuden entstanden, teilte der Verband am Montag mit. Die Schäden der Überschwemmungen in Nordfrankreich sind in der Summe aber noch nicht enthalten.

(mit Material von dpa)