Unwetter an Fronleichnam: Wo heute sogar Tornados drohen

Ein Tornado über dem Bodensee. Meteoerologen warnen für heute vor solchen Wirbelstürmen in Deutschland.
Dr. Christoph Sommergruber/dpaDer heutige Fronleichnam-Donnerstag, der in einigen Bundesländern sogar ein gesetzlicher Feiertag ist, könnte in weiten Teilen Deutschlands ungemütlich werden. Der Deutsche Wetterdienst warnt für den heutigen 4. Juni sogar vor „kurzlebigen Tornados“.
Unwetter am Fronleichnam: Das sind die Warnungen für den 4. Juni
In Teilen Deutschlands wird es am heutigen Donnerstag ungemütlich: Im Südwesten sind kräftige Gewitter mit Sturmböen, Hagel und Starkregen möglich. Dort seien auch Orkanböen mit bis zu 130 Kilometern pro Stunde und kurzlebige Tornados nicht ausgeschlossen, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Im Südosten kann es demnach am Abend kräftig gewittern. Zumindest deutlich auffrischende Südwest- und Westwinde prognostiziert der DWD für die Nordwesthälfte Deutschlands - gebietsweise sind stürmische Böen möglich.
Deutschland gelange in den Einflussbereich eines Sturmtiefs bei Schottland, hieß es zur Erklärung. Besonders ist der Südwesten betroffen: Im Tagesverlauf gibt es in diesem Bereich teils kräftige Gewitter. Möglich sind kleinkörniger Hagel, Sturmböen mit bis zu 90 Kilometern pro Stunde und lokaler Starkregen mit 20 Litern Wasser pro Quadratmeter in kurzer Zeit.
Wo heute sogar Tornados auftreten können
Für mehrere Bundesländer hat der Deutsche Wetterdienst sogar eine Warnung vor kurzlebigen Tornados herausgegeben. Folgende Länder sind von der Warnung betroffen:
- Hessen
- Nordrhein-Westfalen
- Rheinland-Pfalz
- Saarland
- Sachsen-Anhalt
- Thüringen
In der Nacht kommt der Dauerregen
In der Nacht zum Freitag soll die Gewitteraktivität dann nachlassen. Dafür kommt Regen: An den Alpen und vom Erzgebirge bis zum Zittauer Gebirge sind Stark- oder Dauerregen mit bis zu 30 Litern pro Quadratmeter in zwölf Stunden nicht ausgeschlossen. An der Nordsee kann es steife Böen geben, in Gipfellagen erneut stürmische Böen bis Sturmböen mit bis zu 85 Kilometern pro Stunde.
