Unglück in den USA: Autobahn-Brücke in Baltimore nach Schiffskollision eingestürzt
In der US-Stadt Baltimore ist ein Schiff in eine große Brücke, die Francis Scott Key Bridge, gefahren und hat diese zum Einsturz gebracht. Das meldeten die Verkehrsbehörde des Bundesstaates Maryland sowie mehrere US-Medien am frühen Dienstagmorgen (Ortszeit).
Gegen 1.30 Uhr seien erste Notrufe eingegangen, berichteten die „New York Times“ und der Sender CBS News unter Berufung auf die Küstenwache und die Feuerwehr. Laut Medienberichten sind bei dem Unglück mehrere Fahrzeuge ins Wasser gestürzt. Offenbar suchen Taucher im Wasser nach vermissten Personen. Auf der rund drei Kilometer langen Brücke verläuft eine vierspurige Autobahn.
Drei Kilometer lange Brücke bricht ein
Laut „New York Times“ soll ein rund 280 Meter langes Containerschiff die Brücke gerammt haben. Videoaufnahmen in Onlinediensten zeigten den spektakulären Einsturz der beleuchteten Brücke in den Patapsco-Fluss. Erst stürzt der gerammte Brückenpfeiler ein, dann verzieht sich in einer Wellenbewegung die gesamte Stahlkonstruktion und stürzt abschnittsweise in den Fluss.
Baltimores Bürgermeister Brandon Scott teilte auf X (vormals Twitter) mit, er habe Kenntnis vom Vorfall an der Key-Brücke und sei auf dem Weg dorthin. „Noteinsatzkräfte sind vor Ort und die Rettungsarbeiten laufen.“
Die Verkehrsbehörde von Maryland teilte im Onlinedienst X mit, alle Fahrspuren der Francis-Scott-Key-Brücke seien wegen eines „Zwischenfalls“ gesperrt, der Verkehr werde umgeleitet.
Die 2,6 Kilometer lange, vierspurige Francis-Scott-Key-Brücke führte als Teil der Autobahn Interstate 695 südwestlich des Stadtzentrums von Baltimore über den Patapsco-Fluss. Sie wurde 1977 in der Industrie- und Hafenstadt an der US-Ostküste eröffnet und wird jedes Jahr von mehr als elf Millionen Fahrzeugen genutzt.
Mit Material von dpa, afp


