Unfall in Saarbrücken: Wie sicher sind Linienbusse eigentlich?

Zwei Linienbusse sind am 24. Februar 2024 auf einer Kreuzung in Saarbrücken frontal zusammengestoßen. Es gab mehrere Verletzte. Die Unfallstelle auf der Breslauer Straße bei einem Einkaufszentrum war stark beschädigt.
Oliver Dietze/dpa- Am 24. Februar 2024 kollidierten zwei Linienbusse in Saarbrücken, über 30 Verletzte.
- Unfallstelle schwer beschädigt, Rettungshubschrauber und Gutachter vor Ort.
- Linienbusse gelten trotz des Unfalls als eines der sichersten Verkehrsmittel.
- Statistiken zeigen geringes Risiko bei Linienbussen im Vergleich zu Pkw und Motorrädern.
- Moderne Sicherheitsstandards tragen zur hohen Sicherheit bei.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Unfälle im Verkehr, sei es in der Luft, in Bussen oder bei der Bahn sorgen zwar selten für Schlagzeilen. Wenn es jedoch einmal passiert, verunglücken dabei oft mehrere Personen. Auch in Saarbrücken ist es am 24. Februar 2025 zu einem Unfall gekommen, bei dem zwei Linienbusse ineinander gefahren sind. Die Bilder der beiden deformierten Busse auf der Kreuzung in Saarbrücken und die zahlreichen Verletzten könnten die Sorge aufkommen lassen, in einem Unfall selbst einmal verwickelt zu sein. Wie sicher sind Linienbusse?
Unfall in Saarbrücken: Zwei Busse kollidieren
In Saarbrücken sind bei der Kollision zweier Linienbusse mehr als 30 Menschen verletzt worden, darunter zwölf Kinder einer Kindergartengruppe. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Alle Verletzten wurden in Krankenhäuser gebracht, zur Schwere der Verletzungen gibt es noch keine genauen Angaben. Die Unfallstelle auf der Breslauer Straße bei einem Einkaufszentrum war stark beschädigt. Ein Rettungshubschrauber, eine Drohne und Sattelschlepper zum Abtransport der Busse waren vor Ort. Ein Gutachter untersucht aktuell die Unfallursache.
Tote und Verletzte: Wie sicher sind Linienbusse?
Linienbusse sind eines der sichersten Verkehrsmittel im öffentlichen Nahverkehr. Laut Statistiken des Statistischen Bundesamtes gab es zwischen 2011 und 2020 im Durchschnitt knapp 3.869 verunglückte Fahrgäste pro Jahr, wovon durchschnittlich 3,7 Menschen ums Leben kamen. Zum Vergleich: Insgesamt wurden in Deutschland 2023 laut Statistischem Bundesamt mehr als 5 Milliarden Personen mit dem Bus befördert. Das Risiko, bei einem Unfall schwer verletzt oder getötet zu werden, ist im Linienbus dabei deutlich geringer als bei Pkw oder Motorrädern. Insgesamt gab es alleine im Jahr 2023 369.396 Verunglückte im Straßenverkehr, wovon 2.839 verstarben.
Besonders hohe Sicherheitsstandards, wie verstärkte Fahrgastzonen, moderne Bremssysteme und strenge gesetzliche Vorschriften für Busfahrer, tragen zur hohen Sicherheit von Linienbussen bei. Auch die Tatsache, dass sie innerorts mit moderater Geschwindigkeit fahren, reduziert das Unfallrisiko erheblich. Allerdings kommt es gelegentlich auch zu Stürzen innerhalb des Busses, insbesondere wenn Fahrgäste nicht ausreichend gesichert sind. Hierbei sind ältere Menschen und Kinder besonders betroffen.
Unfall mit Linienbussen: Wer war schuld?
Im Jahr 2020 waren laut Statistischem Bundesamt 3.296 Busfahrer von Linienbussen an Unfällen mit Personenschaden beteiligt. Dabei trugen Linienbusfahrer seltener die Hauptschuld am Unfall – in 1.401 Fällen wurden sie als Hauptverursacher eingestuft, in allen anderen Fällen lag die Hauptverantwortung bei anderen Verkehrsteilnehmern.
