Berlin / dpa 78 Prozent der Deutschen sind laut einer Umfrage gegen die Zeitumstellung. Die Zahl wächst in den vergangenen Jahren stetig.

Der Widerstand gegen die Zeitumstellung wächst. 78 Prozent der Bevölkerung sind der Meinung, die Zeitumstellung sollte abgeschafft werden. 2013 waren es noch 69 Prozent. Der Anteil der Befürworter liegt bei 18 Prozent – und damit auf dem tiefsten Wert seit Jahren. Seit 2013 ist der Zustimmungswert für die Zeitumstellung von ehemals 29 Prozent um 11 Prozentpunkte gefallen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit. In einer EU-weiten Befragung sprachen sich im Sommer 2018 über 80 Prozent für ein Ende der Zeitumstellung aus. Drei der 4,6 Millionen Bürger, die an der Umfrage teilgenommen haben, kamen aus Deutschland.

Der Kompromiss-Vorschlag der Mitgliedstaaten zur Zeitumstellung in der EU wackelt.

Am Sonntag werden die Uhren vorgestellt

Am kommenden Sonntag werden nachts die Uhren von zwei auf drei Uhr vorgestellt. Ab dann gilt in allen Ländern Europas wieder die Sommerzeit. Auch die Europäische Union diskutiert die Abschaffung der Zeitumstellung in den kommenden Jahren.

Ein Viertel der Befragten gibt an, schon einmal Probleme im Zuge der Zeitumstellung gehabt zu haben. Dabei fühlten sich die meisten von ihnen (71 Prozent) schlapp und müde. An zweiter Stelle kommen mit 63 Prozent Einschlafprobleme und Schlafstörungen, unter denen Frauen besonders häufig leiden: 70 Prozent der weiblichen Befragten geben das an, im Vergleich zu 53 Prozent der Männer. 36 Prozent konnten sich durch den Dreh an der Uhr schlechter konzentrieren, ein Drittel (32 Prozent) fühlte sich gereizt. Zehn Prozent gaben an, unter depressiven Verstimmungen gelitten zu haben.

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