„Übermenschliche Leistung“
: 13-Jähriger schwimmt vier Stunden und rettet seiner Familie damit das Leben

Gegen Wind und Wellen: Vor der Küste Australiens ist ein 13-Jähriger stundenlang allein zurück ans Ufer geschwommen, um Hilfe für seine Mutter und seine beiden Geschwister zu holen.
Von
dpa
Perth
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This frame grab from video footage from the Australian Broadcasting Corporation (ABC) taken on February 2, 2026 and received via AFPTV on February 3 shows Austin Appelbee, 13, in Quindalup, Western Australia as he recounted how he swam for four hours through choppy waters to get help for his family. Appelbee made it across four kilometres (2.5 miles) of ocean to raise the alarm after his mother and two younger siblings were swept out to sea. (Photo by various sources / AFP) / Australia OUT / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO / AUSTRALIAN BROADCASTING CORPORATION (ABC)"- NO MARKETING NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS

Rettete seiner Mutter und seinen Geschwistern das Leben: der 13-jährige Austin Applebee aus Australien.

-/AFP
  • 13-Jähriger schwamm vier Stunden allein ans Ufer, um Hilfe zu holen
  • Familie in Quindalup durch starken Wind aufs offene Meer getrieben
  • Start in Geographe Bay: Paddleboards und ein Kajak, Wetter verschlechterte sich
  • Rettung: Mutter, 12-jähriger Bruder, 8-jährige Schwester 14 km vor Küste entdeckt
  • Behörden loben „übermenschliche“ Leistung; Schwimmwesten halfen beim Überleben

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mit einem vierstündigen Kampf gegen Wind und Wellen hat ein 13-Jähriger vor der Küste Westaustraliens seine Mutter und zwei jüngere Geschwister vor dem Ertrinken gerettet. Die Familie war am Freitagnachmittag während eines Urlaubs in Quindalup, rund 250 Kilometer südlich von Perth, durch starken Wind auf das offene Meer hinausgetrieben worden.

Die vier Familienmitglieder hätten sich mit aufblasbaren Paddleboards und einem Kajak in der Geographe Bay befunden, als sich die Wetterbedingungen plötzlich verschlechterten, zitierte der Sender ABC die örtlichen Seenotretter. Der 13-Jährige versuchte zunächst, mit dem Kajak zurück ans Ufer zu paddeln, um Hilfe zu holen. Das Boot nahm jedoch Wasser auf, so dass er den Versuch abbrechen musste.

Eine „übermenschliche Leistung“

Schließlich schwamm der Teenager rund vier Kilometer bei starkem Wellengang und zunehmend schwierigen Bedingungen zurück an Land. Nach eigenen Angaben war er dabei insgesamt etwa vier Stunden im Wasser, teils mit, teils ohne Schwimmweste. Das Meer vor Westaustralien ist bekannt für ein hohes Vorkommen an Haien.

Nachdem er erschöpft den Strand erreicht hatte, brach er kurzzeitig zusammen – lief dann jedoch noch rund zwei Kilometer weiter, um ein Telefon zu erreichen und den Notruf abzusetzen. Der Leiter der „Naturaliste Marine Rescue“, Paul Bresland, sprach von einer „übermenschlichen“ Leistung des Jungen, der den Behörden anschließend noch eine präzise Beschreibung der verwendeten Kajaks und Paddleboards gegeben habe.

14 Kilometer aufs Meer getrieben

Daraufhin wurde eine großangelegte Such- und Rettungsaktion gestartet, an der unter anderem die Wasserschutzpolizei, freiwillige Rettungsschwimmer und ein Hubschrauber beteiligt waren. Wenige Stunden später entdeckte der Hubschrauber schließlich die 47-jährige Mutter sowie den zwölfjährigen Bruder und die achtjährige Schwester des Jungen etwa 14 Kilometer vor der Küste. Sie klammerten sich an ein Paddleboard und hielten sich seit Stunden in aufgewühlter See über Wasser. Ein Rettungsboot brachte sie sicher an Land.

„Zum Glück trugen alle drei Personen Schwimmwesten, was zu ihrem Überleben beigetragen hat“, sagte Polizeisprecher James Bradley. „Das Handeln des 13-jährigen Jungen verdient höchstes Lob - seine Entschlossenheit und sein Mut retteten letztendlich seiner Mutter und seinen Geschwistern das Leben.“