TUI-Kreuzfahrtschiff Griechenland
: Corona auf „Mein Schiff 6“ war falscher Alarm

Aufatmen in Piräus: 922 Urlauber können ihre Reise auf der „Mein Schiff 6“ fortsetzen. Wie es zu falsch-positiven Corona-Tests kommen konnte, ist rätselhaft.
Von
dpa
Athen
Jetzt in der App anhören

Die „Mein Schiff 6“ von Tui Cruises im Hafen von Piräus.

AFP

Das Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 6“ der Reederei Tui Cruises kann seine Reise fortsetzen. Vermeintliche Corona-Fälle bei zwölf Crew-Mitgliedern an Bord haben sich laut dpa als Fehldiagnose des zuständigen Labors herausgestellt. Die Seeleute waren am Dienstag erneut getestet worden, und zwar sowohl von der Reederei Tui Cruises als auch zwei Mal von den griechischen Behörden. Die Ergebnisse waren dabei stets negativ, teilte Tui Cruises mit. Auch die Ergebnisse der abschließenden dritten Testreihe der griechischen Behörden stellten sich schließlich am Dienstagmittag als negativ heraus, wie das griechische Staatsfernsehen berichtete.

Viele falsch positive Ergebnisse beim Corona-Test

Am Montag war bekannt geworden, dass bei planmäßigen Tests unter 150 der insgesamt 666 Crew-Mitglieder der „Mein Schiff 6“ zwölf Seeleute ein positives Ergebnis aufgewiesen hatten. Die Tests waren im Auftrag von Tui Cruises von einem griechischen Labor auf Kreta durchgeführt worden. Der Kapitän brach darauf hin die Reise ab, die Betreffenden wurden isoliert und das Schiff fuhr direkt zum Hafen von Piräus. An Bord sind 922 Urlauber.

Ein Rätsel bleibt nach Ansicht von Experten, wie ein so hoher Anteil der Tests zunächst positiv und danach negativ ausfallen konnte. Dass es bei hohen Testzahlen vereinzelt so genannte „falsch positive“ Tests gibt, ist bekannt; allerdings wäre eine Quote von 8 Prozent falscher Ergebnisse extrem hoch.