Türkei-Urlaub: Vor diesen beliebten Aktivitäten warnt das Auswärtige Amt

Die Hagia Sophia in Istanbul ist ein beliebtes Touristenziel. Der Run auf Türkeireisen ist ungebrochen, allerdings gibt es immer wieder Reisewarnungen und Sicherheitshinweise. Was man im Türkei-Urlaub besser nicht tun sollte, im Überblick.
Marius Becker/dpa- Das Auswärtige Amt warnt Türkei-Reisende vor gepanschtem Alkohol und Jeep-Safaris.
- Methanolvergiftungen durch Alkohol sind möglich; nur lizenzierten Alkohol kaufen.
- Jeep-Safaris haben Sicherheitsrisiken; türkische Gerichte können Ausreisesperren verhängen.
- CBD und medizinisches Cannabis sind verboten, hohe Gefängnisstrafen drohen.
- Fotografieren bei militärischen Einrichtungen und Grenzanlagen verboten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Türkei ist ein beliebtes Urlaubsland und Touristenhochburgen wie Ankara, Istanbul und die türkische Riviera versprechen Sonne pur, Kultur und atemberaubende Strände. Es gibt allerdings auch einige Dinge, die man in der Türkei nicht tun sollte.
Das Auswärtige Amt warnt vor bestimmten Touristenaktivitäten und Handlungen, die möglicherweise für deutsche Urlauber auf den ersten Blick ganz ungefährlich wirken, es aber nicht sind.
Reisewarnungen für die Türkei: Das sollten Touristen vermeiden
Ganz aktuell warnt das Auswärtige Amt vor gepanschtem Alkohol. Berichten nach kam es in der Vergangenheit bereits zu schweren Methanolvergiftungen nach dem Verzehr alkoholischer Getränke. Auch die Touristenhochburgen Ankara und Istanbul sind betroffen. Reisende sollen Alkohol ausschließlich in lizenzierten Fachgeschäften kaufen, auf ungeöffnete Originalverpackungen und offizielle Lizenzierung (unbeschädigte, blau-türkisfarbene Banderole Sicherheitsbanderole, TAPDK-Logo auf dem Flaschendeckel) achten und bei einer schlechten Druckqualität (z.B. auf der Banderole) bzw. falscher Schreibweise besser verzichten. Auch selbst gebrannten Alkohol soll man vermeiden.
Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist Methanol geruchs- und geschmacksneutral. Man merkt also beim Trinken nicht, dass etwas nicht stimmt. Erst, wenn Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Schwindel eintreten, es zu Sehstörungen, Bewusstlosigkeit und Muskelkrämpfen kommt, fällt die Vergiftung auf. Erste Vergiftungserscheinungen können bereits nach einigen Stunden, durchschnittlich jedoch nach 24 Stunden auftreten.
Achtung bei Jeep-Safaris
Laut dem Auswärtigen Amt entsprechen die Fahrzeuge bei den beliebten Jeep-Safaris nicht immer den üblichen Sicherheitsstandards. Bei Jeep-Touren, auf denen Urlauber selbst fahren dürfen, ist besondere Vorsicht geboten. Sowohl die Fahrzeugtypen, als auch das Offroad-Gelände sind für Ungeübte eine Herausforderung. eb durch unwegsames Gelände zu fahren. Sollte es zu einem Unfall kommen, ist besondere Vorsicht geboten. Reiseveranstalter übernehmen häufig keine Gewähr. Darüber hinaus besteht laut dem Amt – unabhängig von der Schuld- oder Verursacherfrage – ein hohes Risiko, dass türkische Gerichte eine Ausreisesperre bis zur endgültigen Klärung des Unfalls verhängen.
Drogen: Darf man CBD oder medizinisches Cannabis in die Türkei mitnehmen?
Ganz klar: Nein! In der Türkei werden Drogendelikte besonders hart bestraft: 10 bis 20 Jahre Gefängnis stehen auf die Einfuhr, 6 bis 12 Jahre auf die Ausfuhr von Drogen. Auch der Gebrauch von Cannabis ist in der Türkei sowie im Transitbereich türkischer Flughäfen weiterhin verboten. Das Verbot gilt ebenfalls für die Ein- und Ausfuhr von medizinischem Cannabis oder CBD-Produkten.
Fotografieren im Türkei-Urlaub: das ist erlaubt, das verboten
Das harmlose Foto am Strand oder vor einer Sehenswürdigkeit ist natürlich auch in der Türkei erlaubt. Vorsichtig sollten Reisende bei militärischen Einrichtungen, Grenzanlagen und Angehörigen der Sicherheitskräfte sein. Hier sind Fotos nicht gestattet. Auch an bestimmten Orten wie Friedhöfen, religiösen Stätten oder privaten Anwesen kann das Fotografieren „zu negativen Reaktionen bei Bevölkerung und Sicherheitskräften führen“, heißt es beim Auswärtigen Amt.
Autofahren und Camping in der Türkei
Die Promillegrenze beträgt in der Türkei 0,5. Wer mit Anhängern unterwegs ist, muss komplett nüchtern sein. Empfohlen wird, Autofahrten nach Einbruch der Dunkelheit, auch auf größeren Verbindungsstraßen, möglichst zu vermeiden, da die Straßen oft nicht ausreichend beleuchtet sind und das Autofahren daher mit erhöhten Gefahren verbunden ist. Unbewachte Parkplätze oder Campingplätze stellen laut Auswärtigem Amt ebenfalls ein Risiko für Reisende dar. Übrigens: Die Einfuhr von Messern und anderen Schneidwerkzeugen, also auch Campingmessern, ist nicht erlaubt.
Taxifahren in der Türkei
Empfehlenswert ist es laut der Reiseempfehlungen, bei Taxifahrten auf das Einschalten des Taxameters zu beharren. In Istanbul ist es darüber hinaus ratsam, vorab den Fahrpreis zu verhandeln.
Likes und Kommentare in den sozialen Medien
Das Auswärtige Amt informiert Türkeireisende darüber, dass es aufgrund des sehr weit gefassten Terrorismusbegriffs in der Türkei zu Problemen bei der Aus- oder Einreise kommen kann. Was in Deutschland vom Grundrecht der freien Meinungsäußerung gedeckt ist, kann in der Türkei unter Umständen für eine Strafverfolgung ausreichen. Das gilt für kritische Äußerungen, das Teilen, Kommentieren oder „Liken“ von fremden Beiträgen in sozialen Medien oder die Teilnahme an Demonstrationen. Betroffen seien „insbesondere, aber nicht ausschließlich deutsche Staatsangehörige mit privaten und persönlichen Bindungen in die Türkei“ sowie Personen mit doppelter Staatsbürgerschaft.
Sicherheit: Reisewarnung für bestimmte Regionen der Türkei
Im unmittelbaren Grenzgebiet der Türkei zu Syrien (hauptsächlich in den Provinzen Şanlıurfa und Mardin) und zu Irak bestehen laut Auswärtigem Amt Gefahren durch angrenzende Auseinandersetzungen. Von Reisen in die Provinzen Sırnak und Hakkâri wird dringend abgeraten.
Türkeireisen während des Ramadan: Tipps für Individualreisende
Während des Ramadan kann es außerhalb Touristengebiete Einschränkungen geben, vor allem was das Essen, Trinken und Rauchen betrifft. Gegebenenfalls werden diese Dinge nicht geduldet.
Shopping in der Türkei
Das eine oder andere Souvenir ist natürlich erlaubt, allerdings sollten Reisende vorsichtig bei sogenannten „Kultur- und Naturgütern“ sein, worunter beispielsweise auch Antiquitäten, Fossilien oder alte Münzen gefasst werden. Sogar zunächst harmlos wirkende, dekorative bzw. speziell bearbeitete Steine können zum Problem werden. Darum sollte man alles, was „alt“ aussieht sowie Münzen, Steine, Fossilien und andere Antiquitäten auf keinen Fall kaufen. Auf die Ausfuhr solcher Güter stehen Gefängnisstrafen von bis zu 10 Jahren.
Ausweisdokumente für die Einreise in die Türkei
Die Einreise in die Türkei ist mit Reisepass (auch vorläufigem), Kinderreisepass sowie Personalausweis möglich. Nicht empfohlen wird die Einreise mit einem vorläufigen Personalausweis. Ein Reisepass sollte noch über mindestens eine leere Seite verfügen.
