True Crime aus Sachsen
: Der ungelöste Mord an Anke Hübschmann

Der Mordfall, der 20-jährigen Anke Hübschmann, bleibt auch nach Jahrzehnten ein Rätsel, da trotz intensiver Ermittlungen keine Klarheit über den Täter gewonnen werden konnte.
Von
Rose Abbas Mohammad
Großröhrsdorf
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31001821 - Diebstähle auf Friedhöfen - Ein Holzkreuz ist am Montag (02.04.2012) in Heidelberg auf dem Bergfriedhof vor Grabsteinen zu sehen. Diebstähle auf Friedhöfen im Südwesten sind keine Seltenheit. Ende März 2012 wurden auf dem Heidelberger Bergfriedhof Blumenschalen aus Bronze sowie Ketten von denkmalgeschützten Gräbern entwendet. Foto: Uwe Anspach dpa/lsw (zu lsw-Korr: «Metalldiebe stören die Totenruhe» 24.04.2012) ++ +++ dpa-Bildfunk +++

Anke Hübschmanns Verschwinden lässt viele Fragen offen, auch 30 Jahre nach ihrem Tod, konnte der Mord nicht aufgeklärt werden.

picture alliance / dpa (Symbolfoto)

Im Februar 1994 verschwand die 20-jährige Studentin Anke Hübschmann nach einem Diskothekbesuch. Ihre Leiche wurde am 27. Februar in einem Waldstück bei Großröhrsdorf (nahe Bautzen in Sachsen) gefunden.

Was ist passiert?

Der 25. Februar 1994, beginnt, wie viele Abende zuvor, in einem beliebten Treffpunkt der Dorfjugend: dem „Top 1000“ einem Jugendtreff und Spielothek in Großröhrsdorf. Dort verbringt Anke Hübschmann mit einer Freundin den Abend mit Billard und Darts. Nach einem Streit mit ihrer Freundin, verlässt sie die Diskothek allein, um sich auf den Heimweg zu machen.

Am nächsten Morgen kommt sie nicht wie gewohnt nach Hause und ihre Familie und Freunde machen sich besorgt auf die Suche nach ihr. Später alarmieren sie die Polizei, in der Hoffnung sie zu finden.

Die Polizei entdeckt am 27. Februar 1994 die Leiche von Anke Hübschmann in einem Waldstück. Der Leichnam war teilweise entkleidet und mit Ästen bedeckt, was die Ermittlungen erschwerte. Die Untersuchung zeigt Würgespuren, aber keine eindeutigen Beweise für eine sexuelle Gewalttat. Wer tötete die 20-jährige Anke?

Wer ist der Täter?

Zu Beginn konzentrieren sich die Ermittlungen auf einen Mann, der einen Ford Escort fuhr – ein Fahrzeug, das in der Nähe des Fundorts beobachtet worden war. Im Auto wurden Faserspuren gefunden, doch es gab Unstimmigkeiten bei der Beschreibung des Fahrzeugs, was die Verbindung zum Täter nicht eindeutig belegte. Der Beschuldigte wurde nach neun Monaten Untersuchungshaft freigelassen und das Verfahren gegen ihn schließlich eingestellt.

2014, zum 20. Jahrestag, wurde die Ermittlungen neu aufgenommen. Überwachungskameras am Fundort lieferten Hinweise auf eine männliche Person, die jedoch nicht identifiziert werden konnte. Zusätzlich wurde ein Trabant untersucht, der kurz nach Ankes Verschwinden in der Nähe gefunden wurde, doch auch hier konnten keine Verbindungen zum Fall hergestellt werden. 2015 kam ein neuer Verdächtiger ins Visier, dessen Aussage sich jedoch als unzuverlässig erwies. Wer tötete das junge Mädchen? Kann der Fall nach so langer Zeit nochmal aufgerollt werden?

Mehr dazu in der Folge: „Discomord von Großröhrsdorf – Der Cold Case Anke Hübschmann“ des ARD Crime Time Podcasts

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Der True-Crime-Podcast „ARD Crime Time – Der True-Crime-Podcast“ wird zweimal pro Monat veröffentlicht und von den Hosts Anne Eichhorn, Felix Gebhardt und Mattis Kießing moderiert.