Verkleidet als „Scream“: Einbrecher ermordet 12-Jährige im Kinderbett

Symbolbild: Ein Besucher bei der französischen Comic Con in Paris. Mit einer solchen Maske verkleidete sich der 19-Jährige bei seiner Bluttat.
JULIEN DE ROSARosenmontag 2002 geht ein verheiratetes Ehepaar gemeinsamen Fasching feiern. Wieder zu Hause angekommen, entdecken sie ihr totes Kind blutüberströmt im eigenen Kinderzimmer.
Was ist passiert?
Am Abend des Rosenmontags 2002 wandert ein Jugendlicher durch die Straßen seines Heimatorts in der Nähe von Augsburg. Verkleidet als „der Tod“ und besessen von Gewaltfantasien und Horrorfilmen möchte er Menschen an diesem Abend erschrecken. Als er an einem Haus vorbeiläuft, in dem zwei Kinder vor dem Fernseher sitzen, verschafft er sich Zugang und tötet eine 12-Jährige in ihrem Kinderbett. Er sticht, mit einem 31 cm langen Küchenmesser und verkleidet als „Scream-Charakter“ 21 Mal in das Kind ein und ermordet sie kaltblütig.
Nur 15 Minuten später finden die Eltern ihr lebloses Kind.
Wer hat den Mord zu verantworten?
Ein damals 19-jähriger Junge aus Gersthofen liebt es Horrorfilme zu schauen, sodass er am Abend des 11.02.2002, unter Alkoholeinfluss und angetrieben von einem Machtgefühl, ein Mädchen mehrmals ersticht. Der Jugendliche stammt aus einem zerrütteten Elternhaus und lebte mehrere Jahre im Kinderheim.
Ein Jahr nach der Tat wird der Jugendliche zu zehn Jahren Haft verurteilt. Auch nach seiner Gefängnisstrafe besteht ein erhöhtes Gewaltpotential, sodass er bis heute in der Sicherheitsverwahrung lebt. Was veranlasste den Jugendlichen zu seiner Tat und welche Gefahren gehen noch über 20 Jahre später von ihm aus?
Mehr dazu in Folge 164: „Die Maske des Todes“ des Podcasts „Mordlust“.
True Crime: Mordlust – Der Podcast
Der True-Crime-Podcast „Mordlust – Verbrechen und ihre Hintergründe“ wird von den Journalistinnen Paulina Krasa und Laura Wohlers moderiert. Wöchentlich erzählen sie ihren ZuhörerInnen einen wahren Kriminalfall aus Deutschland. Dabei ordnen sie das Geschehen ein und diskutieren die juristischen, psychologischen und gesellschaftlichen Aspekte. Die beiden suchen nach Erklärungen und sprechen auch mit ExpertInnen über die Taten.