Toter Flüchtling in Mülheim: Bewohner von Erstaufnahmeeinrichtung stirbt nach Polizeieinsatz

Nachdem die Polizei einen randalierenden Bewohner einer Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Mühlheim getasert hatte, verlor der Mann das Bewsustsein und starb später im Krankenhaus.
Christophe Gateau, DPAIm nordrhein-westfälischen Mülheim an der Ruhr ist am Samstagabend (06.01.2024) der Bewohner einer Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber nach einem Polizeieinsatz gestorben. Wie das Polizeipräsidium Essen in der Nacht auf Sonntag meldete, hatte der 26-jährige Mann nach Angaben eines Sicherheitsmitarbeiters randaliert und die herbeigerufenen Polizisten in seinem Zimmer angegriffen. Daraufhin sei es zu „anhaltenden Widerstandshandlungen“ des Mannes gekommen. Das berichtete die AFP am Sonntagmorgen.
Polizei tasert Flüchtling und überwältigt ihn
Die Polizisten hätten im Laufe des Einsatzes zweimal einen Taser verwendet, danach sei jedoch „keine Wirkung zu erkennen“ gewesen. Die Polizisten hätten den Mann schließlich trotz dessen anhaltenden Widerstands überwältigt und vorläufig festgenommen. Dabei habe der 26-Jährige zwei Beamte durch Bisse und eine Beamtin durch einen Tritt gegen den Kopf verletzt.
Während des Einsatzes seien mehrere Rettungswagen angefordert worden, erklärte die Polizei weiter. Der Mann habe während seiner Behandlung im Rettungswagen das Bewusstsein verloren. Er sei reanimiert und in ein Krankenhaus verbracht worden. Dort sei er daraufhin verstorben.
Todesursache des Flüchtling nach Polizeieinsatz wird untersucht
Die Polizei Bochum habe die Ermittlungen zu dem Einsatz und insbesondere zur Todesursache des Mannes übernommen, erklärte die Essener Polizei weiter. Die an dem Einsatz beteiligten Polizisten würden psychologisch betreut.
