Tödliche Attacke vor Club
: Schüsse vor Diskothek in Ecuador fordern acht Tote

Bei einem Schusswaffenangriff vor einer Diskothek in Ecuador sind acht Menschen getötet worden. Mehrere Angreifer eröffneten das Feuer.
Von
Florian Huth
Quito
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(FILES) A police officer shows a gun during a security operation against drug trafficking in Duran, Ecuador, on July 17, 2024. The mood is tense in the violent coastal town of Dur?n, which is guarded by soldiers and police. The small city, located on the banks of the Guayas River, is prized by drug traffickers for its estuaries, which have been converted into river routes to ports from which drugs are shipped. (Photo by Gerardo MENOSCAL / AFP)

Die Polizei fand am Tatort mehr als 800 Patronenhülsen. (Symbolbild)

GERARDO MENOSCAL/AFP
  • Schusswaffenangriff vor Diskothek in Santa Lucía, Ecuador: Acht Tote, darunter der Club-Besitzer.
  • Täter feuerten aus zwei Fahrzeugen auf eine Gruppe vor dem Club, 80 Patronenhülsen gefunden.
  • Sieben Opfer starben vor Ort, eines erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen.
  • Hintergründe der Tat unklar, Polizei ermittelt – Ecuador zunehmend von Drogengewalt betroffen.
  • Land wird Drehscheibe für Kokainhandel, Gewaltkriminalität steigt seit Jahren massiv an.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bei einem bewaffneten Angriff vor einer Diskothek in Ecuador sind acht Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei eröffneten mehrere Täter in der Nacht auf Sonntag das Feuer auf eine Gruppe, die vor dem Club in Santa Lucía (Provinz Guayas) Alkohol konsumierte.

Acht Tote beim Angriff vor Club in Ecuador

Sieben Personen starben nach dem Angriff noch am Tatort, ein weiteres Opfer erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Die Angreifer waren mit zwei Fahrzeugen zu dem Nachtclub gefahren und schossen dort auf die Menschengruppe, wie die Polizei mitteilte. Sie konnten anschließend flüchten. Am Tatort fand die Polizei fast 80 Patronenhülsen, die von Schusswaffen mit dem Kaliber neun Millimeter sowie von Schnellfeuergewehren stammten.

Auch der Club-Besitzer wird getötet

Bei den Toten handelt es sich um sieben Männer und eine Frau. Unter den Todesopfern ist auch der Disko-Besitzer, der der Bruder des örtlichen Bürgermeisters war.

Hintergrund der Attacke unklar

Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar. Ecuador liegt zwischen Kolumbien und Peru, den beiden größten Kokainproduzenten der Welt, galt aber lange als vergleichsweise friedlich und stabil. In den vergangenen Jahren wurde das südamerikanische Land dann selbst zu einer Drehscheibe für den internationalen Drogenhandel. Seitdem hat auch die Gewaltkriminalität massiv zugenommen.

Gewaltkriminalität hat in Ecuador stark zugenommen

Ecuador erlebt seit einigen Jahren einen drastischen Anstieg von Drogenhandel und Gewalt. Das Land, einst als relativ sicher geltend, ist zunehmend zum Transitkorridor für internationale Drogenkartelle geworden. Der Grund ist die strategische Lage an der Pazifikküste. Rivalisierende Banden kämpfen um Kontrolle über Schmuggelrouten und Hafenstädte, was zu einem massiven Anstieg an Morden, Entführungen und bewaffneten Angriffen geführt hat. Die Sicherheitslage hat sich dramatisch verschlechtert, und selbst öffentliche Orte sind nicht mehr vor der eskalierenden Gewalt sicher.