Seltenes und stinkendes Schauspiel an der Universität Hohenheim in Stuttgart: Am Donnerstagnachmittag hat sich die Titanenwurz-Blüte in einem Gewächshaus der Universität geöffnet. Warum das so etwas Besonderes ist? Die Pflanze, die von der indonesischen Insel Sumatra stammt, gilt zum einen als die größte Pflanze der Welt. In Bonn steht das weltweit größte Exemplar mit einer Höhe von 3,25 Metern. Die Knolle dieses Exemplars wog 117 Kilogramm.

Titanenwurz blüht extrem selten

Zum anderen blüht sie nur extrem selten, frühestens alle drei Jahre, es kann aber auch schon mal 10 Jahre dauern, bis die Pflanze blüht. Wenn sie dann blüht, so wie die an der Universität Hohenheim, dann laut der Universität nur 24 Stunden. Denn wenn die Pflanze nicht befruchtet wird, schließt sich die Blüte und verkümmert. Die Universität Hohenheim hat extra einen Livestream für die Pflanze eingerichtet:
Youtube

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Die Pflanze stinkt

Während die Titanenwurz blüht, stinkt sie, und zwar so richtig. Nach Angaben der Universität sei die Pflanze berühmt-berüchtigt für ihren an Aas und Kot erinnernden Gestank. Das macht sie, weil sie vortäuscht, ein Kadaver zu sein. Sie heize sich auf rund 38 Grad auf, um den Geruch weit zu verbreiten. So locke sie Insekten an, die ihre Eier an der Pflanze ablegen und dabei für die Bestäubung sorgen. Danken tut’s die Titanenwurz den Insekten nicht: Die schlüpfenden Larven verhungern an der Pflanze. Laut der Uni Hohenheim ist die Pflanze erst seit zwei Jahren in den Händen der Hohenheimer Gärten. Sie haben die Stinkepflanze vom Palmgarten Frankfurt übernommen.