Hitze in der Region
: Tipps der Polizei angesichts hoher Temperaturen: Hunde gehören bei Hitze nicht ins Auto

Auch eine vermeintlich kurze Zeit im geparkten Auto kann für den Vierbeiner gefährlich werden. Dort klettern die Temperaturen schnell auf 50 Grad.
Von
Helga Mäckle
Ulm
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Hunde können nur durch Hecheln ihre Körpertemperatur regulieren. Sie reagieren daher viel empfindlicher auf Hitze.

Martin Gerten/dpa

In diesem Fall war es tatsächlich kein Problem: Am Donnerstag, 15. Juni 2023, hatte ein Zeuge der Polizei gemeldet, dass in einem geparkten Auto in der Basteistraße in Ulm ein Hund sitze. Bei geschlossenen Fenstern, ohne Wasser. Laut Polizebericht fuhr daraufhin unter anderem eine Streife der Polizeihundeführerstaffel zu dem Wagen. Wenig später sei auch der Besitzer des Hundes eingetroffen und habe den Rüden bei rund 19 Grad Außentemperatur aus dem Fahrzeug gelassen. Überhitzungserscheinungen zeigte der Hund nicht, auch habe er sich unauffällig verhalten. Alles gut also — in diesem Fall.

Schatten wandert

Angesichts der hohen Temperaturen dieser Tag weist das Polizeipräsidium Ulm aber daraufhin, dass Hitze und strahlender Sonnenschein auch Schattenseiten haben. Besonders für Hunde wird es im geparkten Auto schnell unerträglich — und gefährlich: Bei 28 Grad im Freien ist der Innenraum nach Angaben der Polizei schon nach zehn Minuten 35 Grad heiß, nach einer halben Stunde 50 Grad.

Der Kreislauf von Hunden sei wesentlich sensibler als der des Menschen. Die Temperatur können sie nicht durch Schwitzen ausgleichen, stattdessen hecheln sie. Dabei verlieren die Vierbeiner sehr viel Flüssigkeit, die rasch ersetzt werden muss. Sonst drohe dem besten Freund des Menschen ein Kreislaufkollaps, der tödlich enden kann.

Offene Fenster heißen Ärger mit Versicherung

Daher gibt die Polizei Tipps: Wer im Schatten parkt, muss wissen, dass dieser wandert. Schon bald stehe der Wagen wieder in praller Sonne. Die Fenster einen Spalt zu öffnen, genüge nicht. Und, wer sie weiter offen lässt, kann Probleme mit der Versicherung bekommen. Deshalb rät die Polizei, keine Tiere im Auto zurückzulassen, auch nicht für vermeintlich kurze Zeit.

Die Polizei müsse bei entsprechenden Meldungen das Auto öffnen und den Vierbeiner retten. Dafür muss sie dem Verantwortlichen die Kosten berechnen und meist auch wegen eines Vergehens nach dem Tierschutzgesetz ermitteln.