Tierischer Einsatz
: Polizei nimmt Kalb auf Rücksitz mit

Ein entlaufenes junges Rind hat der Polizei in der Nähe von Dortmund am Samstag eine Rettungsaktion der besonderen Art beschert.
Von
Amelie Schröer
Dortmund
Jetzt in der App anhören
Wichtige Bedingung des HNE–Projekts „WertWeideVerbund“ ist, dass Kühe auf der Weide gehalten und Kälbchen von ihren Müttern aufgezogen werden können.

Ein Kalb der Rasse Fleckvieh liegt am 16.04.2013 auf einer Weide der Landwirtschaftlichen Lehranstalten in Bayreuth (Bayern) inmitten einer Herde Gelbvieh, auch Frankenvieh genannt. Die Weidehaltung von Rindern könnte nach Expertenansicht in Bayern weiter an Bedeutung gewinnen - vorausgesetzt, der Verbraucher ist bereit, für bessere Fleischqualität auch mehr zu bezahlen. Foto: David Ebener/dpa (zu dpa-KORR.: "Weide statt Stall fürs Rind: Verbraucher gefordert" vom 19.04.2013) ++ +++ dpa-Bildfunk +++

Polizeibeamte haben im Kreis Soest am Wochenende ein Kalb an der Autobahn gerettet (Symbolbild).

David Ebener/dpa

Ein großes Herz für Tiere bewies am Samstag (22.06.) eine Streife der Polizei Dortmund: Beamte entdeckten am Abend ein Kalb, das auf der A44 im Kreis Soest über die Böschung neben dem Seitenstreifen der Autobahn in Richtung Dortmund lief. Wie das zuständige Polizeipräsidium mitteilte, wollten die Einsatzkräfte ursprünglich das Tier nicht verschrecken und auf einen Landwirt warten. Doch auch das Tier hatte offenbar eine Schwäche für die Polizeibeamten, denn statt wegzulaufen, genoss es sichtlich deren Nähe und Fürsorge. Sogar Umarmungen ließ es zu.

Gerettetes Kalb macht es sich in Polizeiwagen gemütlich

Wie die Polizei NRW Dortmund auf Facebook schreibt, nutzten die Polizisten ein Abschleppseil, um ein Umdenken und eine Flucht des Kalbs in Richtung Autobahn sowie Unfälle mit Autos und Lkw zu verhindern. Und als seien die Streicheleinheiten noch nicht genug, genoss das Kalb danach auch noch eine Taxifahrt im Polizeiwagen. "Schließlich nahm das recht zufrieden wirkende Kalb auf dem Rücksitz des geräumigen Streifenwagens Platz und richtete es sich dort an der Seite eines gut aufpassenden Polizisten gemütlich ein", so die Polizei in dem Facebook-Post.

Gemeinsam machten sich Beamte und Kalb auf den Weg zu einem Züchter in Erwitte-Eikeloh, dem das Tier zwar nicht gehörte, der aber vorerst die Fürsorge übernahm. "Der Eigentümer des Kalbs war bei Schichtende noch nicht bekannt", so die Polizei.