Thomas Gottschalk: Was zu seiner Krebserkrankung bekannt ist

Thomas Gottschalk hat seine Krebserkrankung Ende November 2025 publik gemacht. Seine Rückkehr verschiebt sich dadurch weiterhin.
Philipp von Ditfurth/dpaNach seinem Abschied von der TV-Bühne im vergangenen Jahr verzichtet Thomas Gottschalk vorerst auf öffentliche Bühnenauftritte. Der 75-Jährige macht seine weiteren Pläne von seiner Gesundheit abhängig.
Thomas Gottschalk: Auftritt abgesagt
Thomas Gottschalk hat seine erste geplante Moderation seit Bekanntwerden seiner Krebserkrankung Ende November 2025 abgesagt. „Ich werde mich vor dem Herbst nicht öffentlich auf die Bühne stellen“, teilte er dem „Spiegel“ mit. Und weiter: „Danach schauen wir mal, was die Gesundheit macht.“
Geplant war ein Auftritt am 9. Mai in München. Dort sollte Gottschalk die Verleihung des „Goldenen Ochsensepp“ moderieren. Die Veranstaltung, bei der der frühere österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz ausgezeichnet werden sollte, wurde auf den 5. September verschoben. Gottschalk sei laut Holm Dressler, künstlerischer Leiter der Preisverleihung, weiterhin als Moderator eingeplant, sollte es seine Gesundheit erlauben.
Krankheit seit Ende November öffentlich
Seine Krebserkrankung hatte Gottschalk Ende November publik gemacht. Zuvor war über seinen Gesundheitszustand spekuliert worden. In einem Bild-Interview sagte er: „Ich habe Krebs. Ich kann nicht mehr auftreten. Ich muss gesund werden.“
Die Diagnose hatte er bereits im Sommer 2025 erhalten, jedoch zunächst nicht öffentlich gemacht. Im Dezember verabschiedete er sich von der RTL-Show „Denn sie wissen nicht, was passiert“ und zog sich von der TV-Bühne zurück.
Diagnose Krebs: Epitheloides Angiosarkom
Gottschalk leidet an einem epitheloiden Angiosarkom. Diese Krebsform wächst meist schnell und wird häufig erst spät erkannt, da sie lange keine Beschwerden verursacht.
Angiosarkome können überall im Körper auftreten, die epitheloide Variante betrifft häufig tiefere Weichteile und tritt überwiegend bei Männern auf. Wenn sie Blutgefäße einengen oder verschließen, kann es im fortgeschrittenen Stadium zu schweren Schmerzen kommen. Die Prognose gilt als ungünstig, da Rückfälle und Metastasen häufig sind.
Umfangreiche Behandlung
Seit der Diagnose wurde Gottschalk mehrfach operiert. Nach Angaben seiner Frau dauerte eine erste Operation 2025 rund sieben Stunden, bei der unter anderem Teile von Harnleiter und Blase entfernt wurden. Eine weitere, sechsstündige Operation folgte später. Zusätzlich erhielt er 33 Bestrahlungen sowie eine medikamentöse Therapie.
„Mein Krebs gilt leider als besonders aggressiv“, sagte Gottschalk. Seine Frau erklärte, sie versuche, sich nicht mit der ungünstigen Prognose bei dieser Krebsform zu beschäftigen.
