Telefonabzocke: Mitglied von „Schockanruf“-Bande vor Gericht

Ein 43-Jähriger soll als Mitglied einer Bande mit Schockanrufen viel Geld ergaunert haben.
Karolin Krämer/dpa-magDer Mann war laut Staatsanwaltschaft Teil einer Bande, die im November vergangenen Jahres mit einer Telefonmasche Druck auf Opfer aufbaute und sie zur Herausgabe von Geld drängte. Dabei soll der 43-Jährige gut 50 000 Euro von älteren Menschen erbeutet haben.
Laut Anklage operierte die Gruppe hauptsächlich von Polen aus und nahm in sieben Fällen Menschen aus Bayern, Baden-Württemberg und dem Saarland ins Visier. Dabei gaben sich die Mitglieder als Polizisten oder Staatsanwälte aus und behaupteten, ein naher Angehöriger habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Nur durch Zahlung einer hohen Kaution könne eine Untersuchungshaft verhindert werden.
Angeklagter soll als Mittelsmann oder Geldabholer tätig gewesen sein
In zwei Fällen übergaben die Opfer demnach Bargeld an den Angeklagten und einen Komplizen, in fünf weiteren scheiterte die Aktion, als die Angerufenen misstrauisch wurden.
Bei den Straftaten war der 43-Jährige der Staatsanwaltschaft zufolge als Geldabholer tätig oder fungierte als Mittelsmann für den Transport der Beute. Die Anklage lautet auf gemeinschaftlichen gewerbsmäßigen Bandenbetrug. Für das Verfahren sind vier Verhandlungstage angesetzt.