Evakuierung bei Hitze
: ICE strandet mit Hunderten Fahrgästen in Unterfranken

Auf der Fahrt von Dortmund nach Wien hielt der Zug im unterfränkischen Laufach plötzlich an. Viele der Insassen konnten nicht einfach aussteigen.
Von
dpa
München/Laufach
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Rettungskräfte helfen Fahrgästen aus einem ICE, der seine Fahrt wegen eines Stromausfalls in Unterfranken abbrach.

Ralf Hettler/dpa
  • Technischer Defekt stoppte ICE von Dortmund nach Wien in Laufach; rund 600 Fahrgäste betroffen.
  • Hinterer Zugteil am Bahnsteig; Hälfte der Passagiere konnte direkt aussteigen.
  • Andere mussten abseits des Bahnsteigs aussteigen und zu Fuß zum Bahnhof.
  • Evakuierung erfolgte mit Notfallmanagern, Zugpersonal und Rettungskräften.
  • Weiterreise der Fahrgäste erfolgte in anderen Zügen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Reise war noch lange nicht zu Ende, als der Zug plötzlich stoppte: Alle raus, hieß es für die mehreren Hundert Fahrgäste auf der Fahrt eines ICE von Dortmund, der Wien ansteuerte. Grund war ein technischer Defekt, der den Intercityexpress im unterfränkischen Laufach stranden ließ.

Es habe einen Stromausfall in mehreren Zugabschnitten gegeben, teilte die Kreisbrandinspektion des Landratsamts in Aschaffenburg mit. Auch die Klimaanlage im hinteren Teil des Zuges sei dabei ausgefallen – bei Außentemperaturen von über 30 Grad.

Der ICE sei zum Stehen gekommen und habe seine Fahrt nicht fortsetzen können, sagte ein Bahn-Sprecher am Dienstag, 24.6.. Der hintere Zugteil stand demnach am Bahnsteig in Laufach, so dass die Hälfte der rund 600 Fahrgäste an Bord unmittelbar habe aussteigen können.

Rettungsdienst versorgt zwei Fahrgäste nach ICE-Evakuierung

Die übrigen Fahrgäste allerdings mussten nach Angaben des Sprechers mit Unterstützung eines Notfallmanagers, des Zugpersonals und von Einsatzkräften abseits des Bahnsteigs aussteigen. „Die Wetterbedingungen erschwerten die Evakuierungsmaßnahmen erheblich und forderten Fahrgäste, Zugpersonal und Einsatzkräfte gleichermaßen“, hieß es. Zwei Menschen seien durch den Rettungsdienst ambulant medizinisch versorgt worden.

Zu Fuß ging es zum Bahnhof und von dort in anderen Zügen weiter. Nach rund eineinhalb Stunden wurde die vollständige Sperrung der Bahnstrecke aufgehoben.