Taschengeld Tabelle 2025: Diese neuen Empfehlungen sollten Eltern kennen

Eine aktuelle Taschengeldtabelle zeigt, welchen Betrag Expertinnen 2025 für Kinder und Jugendliche empfehlen.
Arne Immanuel Bänsch/dpaWie viel Taschengeld ist in welchem Alter angebracht? Diese Frage stellen sich nicht nur Eltern, auch wissenschaftlich wurde das Thema Taschengeld für Kinder und Jugendliche jüngst erneut untersucht. Diese Empfehlungen geben Wissenschaftlerinnen des Deutschen Jugendinstituts (DJI) allen Eltern.
Taschengeld 2025: Neue Entwicklungen führen zu angepassten Empfehlungen
Das Deutsche Jugendinstitut hat neue Empfehlungen zum Taschengeld vorgelegt. Die aktualisierte Expertise „Taschengeld und Gelderziehung“ zeigt, wie stark sich der Umgang mit Geld verändert hat: digitale Zahlwege, Social Shopping, Influencer-Werbung und personalisierte Angebote prägen den Alltag. Die Leitlinien für Grundregeln, Taschengeldhöhe und Budgetgeld wurden darum vom DJI auf Basis neuer Daten überarbeitet und setzen einen klaren Rahmen für Familien.
Zentral bleiben aber diese wichtigen Punkte in Bezug auf das Taschengeld: Nicht die Höhe zählt, sondern die Regelmäßigkeit und die freie Verfügung. Kinder brauchen, so das DJI, eine feste Summe, die ohne Bedingungen kommt. So entwickeln sie früh ein sicheres Gefühl für Geld. Offene Gespräche über die finanzielle Lage der Familie gehören aber auch dazu. Bewertungen, wofür das Geld ausgegeben wird, sind hingegen fehl am Platz.
Taschengeldtabelle 2025
Auf Basis neuer, wissenschaftlicher Erkenntnisse empfiehlt das Deutsche Jugendinstitut diese Taschengeldbeträge, wobei die Empfehlungen ab 16 Jahren für Jugendliche gelten, die wirtschaftlich noch von den Eltern abhängig sind:
- unter 6 Jahren: 1–2 Euro pro Woche
- 6–7 Jahre: 2–3 Euro pro Woche
- 8–9 Jahre: 3–4 Euro pro Woche
- 10–11 Jahre: 15–25 Euro pro Monat
- 12–13 Jahre: 20,00–30,00 Euro pro Monat
- 14–15 Jahre: 25,00–45,00 Euro pro Monat
- 16–17 Jahre: 40,00–60,00 Euro pro Monat
- ab 18 Jahren: 55,00–75,00 Euro pro Monat
Budgetgeld zusätzlich zum Taschengeld
Die Empfehlungen der Expertinnen umfassen neben denen zum Taschengeld auch Hinweise zum sogenannten Budgetgeld. Das wird zusätzlich zum Taschengeld vorgesehen und deckt feste Ausgaben wie Kleidung oder Schulmaterial. Die Eltern können es entweder selbst verwalten oder älteren Kindern über ein Girokonto bereitstellen. Diese Empfehlungen gelten zur Höhe des Budgetgeldes:
- Kleidung und Schuhe: 45–65 Euro pro Monat
- Essen außer Haus: 25–40 Euro pro Monat
- Handy, Internet und Abos: 15–25 Euro pro Monat
- Schulmaterial: 5–15 Euro pro Monat
- Kosmetik und Pflege: 5–15 Euro pro Monat
Ab wann bekommen Kinder Taschengeld?
Die Ergebnisse einer DJI-Erhebung („Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten“) aus dem Jahr 2023 zeigen, dass sowohl der Bezug als auch die Höhe des Taschengelds mit zunehmendem Alter steigen. Insgesamt wurden 9.782 Personen befragt: für Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 17 Jahren liegen Angaben zu 4.422 Fällen vor. Bei den Fünfjährigen erhält nur etwa jedes fünfte Kind (22 %) Taschengeld, während bei Zehnjährigen bereits mehr als drei Viertel (76 %) Taschengeld bekommen. Im Jugendalter ist der Taschengeldbezug weit verbreitet und erreicht bei 15-Jährigen mit 93 % den Höchstwert.
Taschengeld: Wöchentlich oder monatlich auszahlen?
Dem Familienportal des Bundes zufolge können jüngere Kinder bis zum zehnten Lebensjahr selten einen ganzen Monat finanziell planen. Deshalb ist es sinnvoll, das Taschengeld zunächst wöchentlich auszuzahlen und später auf einen monatlichen Rhythmus zu wechseln.
