Tagesschau: Susanne Daubner verkündet wieder Jugendwörter

Susanne Daubner, Sprecherin der Tagesschau.
NDR/Hendrik LüdersIn einem neuen Video der „Tagesschau“ beweist Nachrichtensprecherin Susanne Daubner einmal mehr, warum ihre Auftritte längst zum festen Bestandteil der Wahl gehören.
Die Top 10 für das Jugendwort des Jahres 2026 stehen fest – und natürlich darf bei ihrer Präsentation eine inzwischen fast schon traditionelle Stimme nicht fehlen. Die „Tagesschau“ veröffentlichte am 28. Juli ein neues Video mit Nachrichtensprecherin Susanne Daubner, in dem sie die zehn nominierten Begriffe vorstellt.
Bereits der Einstieg dürfte bei vielen Nutzerinnen und Nutzern gut ankommen. „Wir gehen rein“, kündigt Daubner an. Die Formulierung wird in sozialen Netzwerken häufig verwendet, wenn ein Video beginnt oder ein Thema ohne große Einleitung angegangen werden soll. Danach arbeitet sich die Sprecherin in gewohnt sachlichem Nachrichtenton durch die aktuelle Auswahl.
Aus „Six Seven“ wird zunächst „Sixtyseven“
Für einen der auffälligsten Momente sorgt gleich der erste Kandidat. Die Zahlenfolge „67“ wird eigentlich englisch als „six seven“ ausgesprochen. Daubner macht daraus zunächst „Sixtyseven“ – also die englische Aussprache der Zahl 67 als Ganzes.
Der kleine Versprecher passt zum besonderen Reiz der Jugendwort-Videos: Eine erfahrene Nachrichtensprecherin trägt Ausdrücke vor, deren Bedeutung teilweise nicht einmal eindeutig erklärt werden kann. Auch „67“ besitzt keine feste Definition. Der Ausdruck verbreitete sich über TikTok, Basketball-Memes und den Song „Doot Doot (6 7)“ des US-Rappers Skrilla.
Bei Daubner bleibt es diesmal jedoch nicht beim Vorlesen. Als sie beim Kandidaten „Du bist gut genug“ ankommt, singt sie die Worte kurzerhand selbst. Die Zeile stammt aus einem viralen Song des Produzentenduos KitschKrieg mit Shirin David und der Band Blumengarten und wurde in sozialen Netzwerken zur Vorlage für zahlreiche Memes und Abwandlungen.
Damit stehen in diesem Jahr „67“, „Crashout“, „Digga“, „Du bist gut genug“, „Gute Käse“, „Macker“, „Peak“, „Ragebait“, „Schere“ und „Süper“ zur Wahl. Jugendliche zwischen 11 und 20 Jahren können zunächst darüber abstimmen, welche drei Begriffe in die Finalrunde einziehen.
Arda Saatci reagiert mit „Süper“
Auch der Ursprung eines weiteren Kandidaten meldete sich unter dem Video zu Wort. Ultramarathonläufer Arda Saatçi kommentierte den Beitrag passend mit einem einzigen Wort: „Süper“.
Auf Saatçi geht der Vorschlag zurück. In einem viral verbreiteten Video antwortete er nach einem Lauf auf die Frage, wie es ihm gehe, mit dem türkischen Wort für „super“. Der kurze Ausspruch wurde von seiner Community aufgegriffen und entwickelte sich zum Meme.
Viele weitere Nutzerinnen und Nutzer feiern Daubners Auftritt und besonders ihre gewohnt trockene Art, aktuelle Netzbegriffe wie klassische Nachrichtenmeldungen zu präsentieren.
Seit ihrem viel beachteten Auftritt zum Jugendwort „cringe“ im Jahr 2021 besitzt Daubner in den sozialen Netzwerken Kultstatus. Der Kontrast zwischen seriösem Nachrichtenton und schnelllebiger Internet-Sprache macht den wiederkehrenden Auftritt für viele zum eigentlichen Höhepunkt der Wahl.
