Sukkot 2024
: Rituale, Datum & Co. - Alle Infos zum Fest der Laubhütten

Im Judentum gibt es mehr als nur einen besonderen Feiertag. Sukkot gehört dazu und ist einer der wichtigsten. Alles, was ihr darüber wissen müsst, findet ihr hier.
Von
Lea Lange
Jerusalem
Jetzt in der App anhören
Wann ist Sukkot 2022? Datum, Bedeutung, Rituale und weitere Infos zum Laubhüttenfest findet ihr hier.

Wann ist Sukkot 2024? Datum, Bedeutung, Rituale und weitere Infos zum Laubhüttenfest findet ihr hier.

Ilia Yefimovich/dpa

Sukkot ist eines der wichtigsten Feste im Judentum und wird auch als Wallfahrtsfest bezeichnet. Was es mit diesen Festlichkeiten auf sich hat, erfahrt ihr hier:

  • Wann findet Sukkot 2024 statt?
  • Was ist die Bedeutung von Sukkot?
  • Wie wird das Laubhüttenfest gefeiert?
  • Welche Rituale und Symbole gibt es?

Sukkot 2024 - Wann findet das Fest der Laubhütten statt?

Sukkot ist ein mehrtägiges jüdisches Fest. Die Feierlichkeiten starten immer fünf Tage nach Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag. Das Fest findet nicht jedes Jahr zur gleichen Zeit statt, sondern schwankt aufgrund der Übertragung auf unseren Kalender immer etwas. Der ungefähre Zeitraum, in welchem Sukkot stattfindet, ist allerdings immer gleich. Dieses Jahr startet Sukkot am Mittwochabend, 16. Oktober 2024, und endet am Mittwoch, 23. Oktober 2024.

Sukkot 2024 - Bedeutung, Rituale und Symbol des Laubhüttenfests

An Sukkot danken die Juden für eine reiche Ernte und erinnern an den Auszug der Israeliten aus Ägypten im 13. Jahr vor der Zeitrechnung. Der Begriff Laubhüttenfest kommt daher, dass während der fünf Tage zwischen Jom Kippur und Sukkot Zehntausende Haushalte Laubhütten errichten und in ihnen vorübergehend leben und täglich speisen. Diese Laubhütten sollen als Symbol an die Zeit kurz nach dem Auszug der Israeliten aus Ägypten erinnern, in welcher das Volk in der Wüste in solchen Laubhütten lebte. Palmwedel, Zitrusfrüchte (Etrogim) und Weidenzweige sind ebenfalls ein unverzichtbarer Bestandteil des Schmucks für die Festgebete an Sukkot.

Während Sukkot wird in ganz Israel auf Parkplätzen, öffentlichen Plätzen und vielen weiteren Orten Laubhütten errichtet. Einige Juden verbringen während des Fests und den darauffolgenden sechs Tagen ihre gesamte Zeit in ihrer Laubhütte.

Direkt an das Laubhüttenfest schließen sich zwei weitere Feiertage des jüdischen Festkalenders an: das sogenannte Schlussfest (Schemini Azeret) und das Torafreudenfest (Simchat Tora). Am Schlussfest wird die Laubhütte noch benutzt. Im Gottesdienst gibt es nach der Tora- und Prophetenlesung eine Seelenfeier zum Gedenken an die Toten. An Simchat Tora endet der jährliche Zyklus der Tora-Abschnitte. An diesem Tag werden der Schluss und der Anfang des Pentateuch (Fünf Bücher Mose) verlesen.

Sukkot 2024 - Wie wird das Fest gefeiert?

Sukkot wird nach dem eigentlichen Festtag für sechs weitere Halbfeiertage fortgesetzt. In dieser Zeit ist gemäß der Thora (Lev. 23,36) jeder Tag halb Alltag und halb Festtag, wodurch Schulen geschlossen sind und viele Geschäfte, wenn überhaupt, nur halbtags geöffnet sind. Diese Halbfeiertage werden von einigen Israelis an den Erholungs- und Urlaubsorten Israels verbracht. Die gesamte Festzeit, also das Ende der Woche nach dem Feiertag Sukkot, wird mit Shemini Atzeret, der "heiligen Versammlung am achten Tag" (Lev. 23, 36) beendet. Dieses Ereignis wird mit dem Thorafreudenfest, Simchat Thora, verbunden. Die Feiern an Simchat Thora sind dafür bekannt, dass öffentlich mit Thorarollen im Arm getanzt wird. Schemini Azeret konzentriert sich nämlich auf die Thora, welche aus den fünf Büchern Mose besteht. An diesem Festtag wird der Schluss und der Anfang der Thora gelesen, wodurch der Jahreszyklus der Thoralesungen endet und im Anschluss wieder neu aufgenommen wird. Nach Sonnenuntergang wird oftmals bis spät in die Nacht über die Festtagsbestimmungen hinaus gefeiert.

Was wird an Sukkot gegessen?

Wie zu jedem Feiertag gibt es auch an Sukkot bestimmte Gerichte, die die Juden vorbereiten. Da das Fest eine Erntedankfeier ist, stehen vor allem Obst und frisches Gemüse ganz oben auf dem Speiseplan. Früchte der Saison und Salate dürfen nicht fehlen. Dazu ist es auch Brauch, gefüllte Gerichte, wie etwa gefüllte Auberginen zuzubereiten. Diese verdeutlichen die Üppigkeit und die Feierlichkeit des Festes.

Chanukka, Pessach & Co. - die wichtigsten jüdischen Feiertage

Wir haben im Folgenden alle Artikel zu den jüdischen Feiertagen aufgelistet: