Styropor richtig entsorgen
: Gehört Styropor in den Gelben Müll?

Gelb, braun, oder schwarz? Die richtige Müllentsorgung ist wichtig und kann bei Missachtung zu Geldstrafen führen.
Von
Rose Abbas Mohammad
Berlin
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Ein Mitarbeiter des Abfallentsorgungsbetriebs Wittmann sammelt in München Gelbe Säcke ein. Die Stadt München geht einen Schritt hin zu einer nachhaltigen Abfallwirtschaft. Unter dem Namen „Gelbe Systeme“ läuft seit Februar 2024 ein Pilotversuch, der bis Ende 2026 laufen wird. (zu dpa: „Mehrere Kommunen noch ohne Gelbe Säcke»)

Polystyrol (EPS) wird vielseitig verwendet. Was ist bei der Entsorgung zu beachten?

Lennart Preiss
  • Styropor richtig entsorgen ist wichtig, um Geldstrafen zu vermeiden.
  • Verpackungsstyropor gehört in die gelbe Tonne; Baustellen-EPS in den Restmüll.
  • Regionale Entsorgungsvorschriften können variieren, lokale Behörden informieren.
  • Der Handel muss eigenes Verpackungsmaterial zurücknehmen.
  • Ziel ist Recycling zur Verringerung von Umweltschäden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Dass Joghurtbecher, Nudeltüten und Zahnpastatuben in die gelbe Tonne gehören, ist den meisten bekannt. Wie sieht es jedoch mit anderen Materialien wie Styropor aus? Alle Infos im Überblick.

Mülltrennung in Deutschland

Je nachdem, mit welchen Verpackungen und Müllresten man es zu tun hat, muss man in Deutschland auf die korrekte Mülltrennung achten. Das Ziel dabei ist es, möglichst viele Materialien zu recyclen, um Umweltschäden zu verringern und Abfall zu reduzieren.

Schwarze Restmülltonne: Hier gehören alle Abfallprodukte rein, die nicht wiederverwertet werden können, wie beispielsweise Hygiene- und Reinigungsartikel, abgekühlte Asche, oder Katzenstreu.

Blaue Tonne: In die Papiertonne gehören alle Papier-, Pappe- oder Kartonprodukte. Dazu gehören auch Verpackungen, Tragetaschen und Prospekte. Auch Kataloge aus Hochglanzpapier können in die Papiertonne.

Gelbe Tonne: Leere Verpackungen, die nicht aus Papier, Karton oder Glas sind, gehören in den gelben Sack. Dazu zählen vor allem leichte Verpackungen aus Aluminium und Kunststoff, wie Konservendosen.

Glascontainer: Die Glascontainer in weiß, grün und braun zeigen an, welche Glasflaschen in welchen Container gehören. Hier ist zu beachten, dass nur weitgehend entleerte Glasverpackungen ohne Pfad entsorgt werden können.

Styropor richtig entsorgen

Wer vor kurzem einen neuen Computer gekauft hat, oder beim Auspacken seiner Online-Bestellung auf Styropor-Schnipseln stößt, fragt sich oft, wie dieses Material korrekt entsorgt werden sollte.

Styropor, auch bekannt als Polystyrol (EPS)  besteht zu 98 Prozent aus Luft, ist extrem leicht und vielseitig einsetzbar. Das Material eignet sich gut für Verpackungsmaterial, als Stoßdämpfer in Fahrradhelmen, oder als Dämmstoff für Fassaden. Aber in welchen Müll gehört das Material?

Styropor im gelben Sack?

Die richtige Entsorgung von Styropor hängt davon ab, wo und wofür es verwendet wurde. EPS, das auf Baustellen eingesetzt wird, enthält oft flammhemmende Zusätze aufgrund von Brandschutzvorschriften. Solches Material gehört nicht in die gelbe Tonne, sondern in den Restmüll.

Anders verhält es sich bei Styropor, das als Verpackungsmaterial genutzt wird, wie etwa Elektrogeräten, Kühlboxen für Lebensmittel oder Lebensmittelverpackungen. Dieses darf in der gelben Tonne entsorgt werden. Alternativ besteht die Möglichkeit, es auf einem Wertstoffhof abzugeben.

Geformte Verpackungen gehören also in der Regel in den gelben Sack. Dabei ist gut zu wissen: Der Handel ist verpflichtet, das eigene Verpackungsmaterial zurückzunehmen, sodass man diese auch in das Geschäft zurückgebracht werden, wo die Ware erworben wurde.

Regionale Unterschiede

Die Regelungen zur Entsorgung in der Gelben Tonne können von Kommunen zu Kommune unterschiedlich sei. Es gibt regionale Unterschiede, wie bestimmte Abfälle und Verpackungen zu trennen sind. Es ist ratsam sich bei der zuständigen Abfallwirtschaft, oder bei lokalen Behörden zu informieren.

Quellen