Sturmflut an der Nordsee heute: Orkanböen möglich – Mehrere Fähren fallen aus

An der Nordsee wird vor einer möglichen Sturmflut gewarnt. Alle Infos im Überblick.
picture alliance/dpa | Volker BartelsNiedersachsen erwartet ein stürmisches Ende der Arbeitswoche. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Mittwoch mitteilte, werden am Donnerstag starke bis stürmische Böen erwartet. An der Nordseeküste soll es schweren Sturm geben, vereinzelt seien auch orkanartige Böen möglich. Auch vor möglichen Sturmfluten wird gewarnt.
Warnung vor möglichen Sturmfluten an der Küste
Der Sturmflutwarndienst des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Norden rechnete am Mittwoch mit der Gefahr von mehreren leichten Sturmfluten an der Küste.
Der Vorhersage zufolge können das Abendhochwasser am Donnerstag, das Morgen- sowie das Abendhochwasser am Freitag zwischen einem und eineinviertel Meter höher auflaufen als das mittlere Tidehochwasser. Strände und Hafenflächen könnten überflutet werden.
Sturm im Norden – Mehrere Fähren fallen aus
Wegen der erwarteten höheren Wasserstände müssen Reisende mit Änderungen im Fährverkehr von und zu den Ostfriesischen Inseln rechnen. Die Deutsche Bahn, die den Fährverkehr von und zu der Insel Wangerooge betreibt, kündigte am Mittwoch an, den Fährbetrieb am Freitag komplett einzustellen. Am Donnerstag und Samstag sollten Fähren teilweise ausfallen oder zu anderen Zeiten fahren. Änderungen sollte es auch im Fährverkehr zur Insel Spiekeroog geben.
Nach NLWKN-Angaben treten leichte Sturmfluten nach dem langjährigen Mittel statistisch bis zu zehn Mal in der Saison zwischen September und April auf. In der Regel sind sie keine größere Herausforderung für die Küstenschutzbauwerke.
Wie wird das Wetter in den nächsten Tagen?
„Der Wind bleibt kräftig, besonders in Ostfriesland und auf Helgoland“, sagte Karsten Kürbis, Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD), in Hamburg mit Blick auf den Freitag. Dann seien tagsüber an der Nordseeküste orkanartige Böen der Stärke 11 mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 110 Stundenkilometern möglich. Im Binnenland soll der Wind weniger kräftig wehen.
(mit Material von dpa)