Streit wegen Drohne
: Eklat im Stau auf der Autobahn: Drohnenpilot mit Pfefferspray besprüht

Weil ein Mann auf der Autobahn A9 in Oberbayern seine Drohne startete, entfachte ein heftiger Streit.
Von
Zoe Fleckenstein
Denkendorf
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Wegen eines unerlaubten Drohnenflugs gerieten zwei Männer am Donnerstag in einen Streit. Jetzt wird gegen sie ermittelt. (Symbolbild)

Sebastian Kahnert/dpa

Im Stau liegen die Nerven schon einmal blank. Doch einen solchen Streit gibt es nicht alle Tage. Wie kam es dazu, dass ein Drohnenflug den Einsatz von Pfefferspray auslöste?

Stau auf A9: Mann missachtet Luftverkehrsgesetz

Als es am Donnerstag, 14.09., wegen eines Unfalls auf der A9 bei Denkendorf in Oberbayern zum Stau kam, stieg ein 43–jähriger Mann aus seinem Fahrzeug aus. Er habe laut eigener Aussage mittels einer Drohne die Länge des Staus ausmachen wollen, berichtete die Polizei gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa). Ein 36–Jähriger wies den Drohnenpiloten darauf hin, dass dies verboten sei.

Streit mit Pfefferspray: Polizei muss einschreiten

Nachdem der Mann auf das Verbot hingewiesen worden war, entstand ein Streit zwischen den Männern. Es kam zu Beleidigungen, die Auseinandersetzung eskalierte mit ein Tritt gegen die Fahrertür des 36–Jährigen. Dieser reagierte darauf mit dem Einsatz von Pfefferspray. Dabei wurden der Drohnenpilot und seine Frau wohl leicht verletzt. Die Polizei beruhigte die beiden Männer und nahm sowohl die Drohne als auch das Pfefferspray mit. Beide Streithähne konnten letztlich ihrer Wege fahren, doch die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und Verstößen gegen das Luftverkehrsgesetz.

Immer wieder Streit mit Einsatz von Pfefferspray

Drohnen sind immer wieder Thema in Debatten. Die einen halten sie für nützlich, die anderen halten lieber Abstand. Doch auch Pfefferspray wird nicht zum ersten Mal im Streit eingesetzt.