Streiks im Nahverkehr in BW: Bus & Bahn – Wann und wo ist jetzt mit Streiks zu rechnen?

Nicht nur im Fernverkehr drohen Streiks auf der Schiene. Verdi stimmt Pendler im Südwesten bereits auf Warnstreiks auch im Nahverkehr ein.
Bernd Weißbrod/dpaGleich zu Beginn des Jahres zeichnet sich ein drohendes Chaos auf deutschen Schienen ab. Nicht nur bei den Tarifverhandlungen zwischen Bahn und GDL drohen massive Streiks. Denn auch die Tarifrunde für den öffentlichen Nahverkehr startet bald. Die Gewerkschaft Verdi rechnet mit Warnstreiks bei Bus- und Bahnfahrern.
Verdi rechnet mit Warnstreiks im Nahverkehr im Südwesten
Der Vorsitzende des Verdi-Landesverbands, Martin Gross, bereitet die Pendler auf bevorstehende Warnstreiks der Bus- und Bahnfahrer während der kommenden Tarifverhandlungen mit den kommunalen Nahverkehrsunternehmen vor. Um ein positives Ergebnis zu erzielen, seien nach Aussage von Gross auch Arbeitsniederlegungen erforderlich. Diese Ankündigung teilte Gross der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart mit. „Dies wird natürlich auch Fahrgäste belasten.“
Baden-Württemberg: Wann drohen Streiks im Nahverkehr?
Zu einem möglichen Zeitpunkt für Streiks im Nahverkehr hat sich die Gewerkschaft Verdi zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht geäußert. Die Tarifgespräche beginnen Ende Januar.
Wo würden dann Streiks von Bussen und Bahnen stattfinden?
Von den bundesweiten Gesprächen sind in Baden-Württemberg die kommunalen Verkehrsbetriebe in Stuttgart, Karlsruhe, Heilbronn, Freiburg, Baden-Baden, Esslingen und Konstanz betroffen. Im Nahverkehr dieser Städte muss dann auch mit Streiks gerechnet werden.
Um was geht es bei den Tarifverhandlungen eigentlich?
Bei den Ende Januar startenden Gesprächen über den Manteltarifvertrag strebt die Gewerkschaft eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit an, ohne sie konkret zu beziffern. Die Arbeitszeit beträgt aktuell 39 Stunden.
In Baden-Württemberg sind von den Tarifgesprächen mehr als 6500 Beschäftigte in sieben Nahverkehrsunternehmen betroffen, wie der Kommunale Arbeitgeberverband Baden-Württemberg (KAV) mitteilte. Weitere wichtige Forderungen in Baden-Württemberg seien Zulagen. Die Details gibt es hier:
(mit Material von dpa)
