Streik in Stuttgart
: Diese Linien fahren am Montag trotzdem

Verdi bestreikt am Montag bundesweit den kommunalen Nahverkehr. Davon ist auch Stuttgart betroffen. Welche Verbindungen können dennoch genutzt werden?
Von
David Hahn
Stuttgart
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U-Bahn der SSB

Am Montag kommt es zu einem Streik im Stuttgarter Nahverkehr. Welche Linien fallen aus und welche können weiterhin genutzt werden?

Sebastian Gollnow/dpa

Fahrgäste in Stuttgart müssen sich am Montag, dem 2. Februar, auf erhebliche Einschränkungen im Nahverkehr einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat einen Streik im Nahverkehr angekündigt, wodurch Busse und Bahnen ausfallen werden. Es gibt jedoch vereinzelte Ausnahmen und Linien, die trotz des Streiks am Montag fahren.

VVS und SSB: Streik in Stuttgart am Montag

Am Montag, dem 2. Februar 2025, müssen sich Fahrgäste in Stuttgart auf massive Ausfälle im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Der Streik soll um 3:00 Uhr morgens beginnen und von da an für 24 Stunden andauern. Das Ende ist auf Dienstag um 3:00 Uhr morgens angesetzt.

Laut der VVS sind Busse und Bahnen der SSB sowie die Seilbahn, die Zahnradbahn, der Zacke-Bus und der On-Demand-Service SSB Flex nicht im Einsatz. Die SSB-Nachtbusse von Sonntag auf Montag fahren. Die Nachtbusse von Montag auf Dienstag fahren nicht. Die Busse von Privatunternehmen, die im Auftrag der SSB auf den SSB-Linien fahren, sind weitestgehend wie gewohnt unterwegs (53, 54, 58, 59, 60, 64, 66, 71, 73, 90 und 99). Alle Buslinien der SVE in Esslingen stehen am Montag still. Ein Notfahrplan für den Schülerverkehr wird nicht eingerichtet. Die Züge der Deutschen Bahn fahren ohne Einschränkungen. S-Bahnen, Regionalzüge, Nebenbahnen, weitere Busunternehmen in der Region und der VVS-Rider sind vom Streik der Gewerkschaft ver.di nicht betroffen.

Aktueller Streik 2026: Warum wird in Stuttgart gestreikt?

Zwei Gesprächsrunden zwischen den beiden Tarifparteien sind bisher ohne Ergebnis geblieben. Verdi verhandelt derzeit parallel in allen 16 Bundesländern mit den Verkehrsunternehmen. Während sich die Tarifrunde im vergangenen Jahr um mehr Geld drehte, geht es dieses Mal in den meisten Ländern um den sogenannten Manteltarifvertrag. Dieser regelt vor allem die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten.

Verdi fordert unter anderem mehr Urlaubstage für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, eine Mindestruhezeit zwischen den Schichten von elf Stunden sowie mehr Urlaubsgeld mit Umwandlungsmöglichkeit in freie Tage. Außerdem will die Gewerkschaft eine Erhöhung der sogenannten Wendezeit auf sechs Minuten ohne Ausnahme. Das betrifft die Zeit, die Fahrerinnen und Fahrer an einer Endhaltestelle haben, bevor sie wieder in die Gegenrichtung aufbrechen.

Mit Material der dpa