Streik in Spanien: Flughäfen rund um Ostern betroffen

Auch der Flughafen El Prat in Barcelona soll von den Streiks betroffen sein. (Archivbild)
Kike Rincón/EUROPA PRESS/dpaHintergrund der Einschränkungen rund um Ostern an spanischen Flughäfen sind Streiks beim Bodenpersonal, die sich über mehrere Tage erstrecken sollen und wohl wichtige Drehkreuze wie Madrid, Barcelona und Palma de Mallorca betreffen werden.
Streiks zwischen Ende März und Anfang April
Die Arbeitsniederlegungen sind für den Zeitraum vom 27. März bis mindestens 6. April angekündigt. Beteiligt sind Beschäftigte der Abfertigungsunternehmen Groundforce und Menzies, die an vielen spanischen Flughäfen zentrale Aufgaben übernehmen.
Dazu gehören unter anderem Check-in und Boarding, Gepäckabfertigung, Betankung der Flugzeuge, Reinigung und Transportdienste.
Auslöser der Streiks sind vor allem Forderungen nach besseren Löhnen und Arbeitsbedingungen.
Diese Flughäfen sind betroffen
Nach aktuellen Planungen könnte es an rund 20 Flughäfen zu Einschränkungen kommen. Dazu zählen unter anderem:
- Madrid-Barajas
- Barcelona-El Prat
- Palma de Mallorca
- Málaga
- Valencia
- Alicante
- Ibiza
- Kanarische Inseln (Gran Canaria, Teneriffa, Lanzarote, Fuerteventura)
Gerade zur Osterzeit ist das besonders kritisch, da Millionen Reisende unterwegs sind.
Konkrete Streikzeiten im Überblick
Die Streiks sind unterschiedlich organisiert:
Groundforce
- Start: 27. März
- Unbefristete Teilstreiks
- Zeiten: 05:00 - 07:00 Uhr, 11:00 - 17:00 Uhr, 22:00 - 24:00 Uhr
- Tage: Montag, Mittwoch, Freitag
Menzies
- Ganztägige Streiks am 28. und 29. März sowie 2. bis 6. April
Sollte es keine Einigung geben, könnten sich die Streiks sogar auf Wochenenden bis Ende des Jahres ausweiten.
Welche Folgen drohen Reisenden?
Ein kompletter Stillstand ist eher unwahrscheinlich, da in Spanien gesetzlich eine Grundversorgung vorgeschrieben wird. Dennoch müssen Reisende mit spürbaren Einschränkungen rechnen:
- längere Wartezeiten beim Check-in
- Verzögerungen bei Gepäckabgabe und -ausgabe
- verspätetes Boarding
- mögliche Flugverspätungen oder -ausfälle
Vor allem die reduzierte Zahl an Bodenpersonal kann zu Kettenreaktionen im Flugplan führen.
Was Reisende jetzt tun sollten
Wer in den betroffenen Zeitraum reist, sollte sich pragmatisch vorbereiten:
- Flugstatus regelmäßig prüfen (Airline oder Flughafen)
- Frühzeitig am Flughafen sein
- Handgepäck bevorzugen, um Wartezeiten zu reduzieren
- Zeitpuffer einplanen, auch bei Anschlussflügen
Rechte bei Flugausfällen und Verspätungen
Wenn Flüge gestrichen werden oder sich deutlich verspäten, gelten EU-weite Passagierrechte:
- Anspruch auf Betreuung (Verpflegung, ggf. Hotel)
- Anspruch auf Ersatzbeförderung oder Ticket-Erstattung
- ggf. Entschädigung, abhängig vom Einzelfall
Wichtig:
Ob eine Entschädigung gezahlt wird, hängt davon ab, ob der Streik als „außergewöhnlicher Umstand“ gilt. Streiks von Flughafenpersonal zählen oft dazu – dann entfällt der Anspruch auf Ausgleichszahlungen. Anders kann es bei Streiks von Airline-eigenem Personal aussehen.
Pauschalreisende sollten sich zusätzlich an ihren Reiseveranstalter wenden, der für die Organisation der Reise verantwortlich ist.
