Streik in NRW
: Verdi legt am Freitag ÖPNV lahm – Das müssen Fahrgäste jetzt wissen

Verdi hat im öffentlichen Nahverkehr mehrerer Bundesländer zu Warnstreiks aufgerufen. Auch Nordrhein-Westfalen ist davon betroffen.
Von
David Hahn
Düsseldorf
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Bei der Urabstimmung in NRW wurde für unbefristete Streiks gestimmt, es drohen neue Streiks auch in Düsseldorf.

Ein Bus des Düsseldorfer Verkehrsunternehmens Rheinbahn steht in der Einfahrt zum Firmengelände in Düsseldorf. Die Windschutzscheibe ist mit zwei Warnstreik-Plakaten beklebt. Wer normalerweise mit «Öffis» unterwegs ist, muss sich zum Wochenbeginn vielerorts Alternativen suchen: In einer Reihe von NRW-Städten werden am Montag und Dienstag kommunale Nahverkehrsbetriebe bestreikt. Unter anderem werden in Düsseldorf, Köln und Oberhausen voraussichtlich keine Busse oder Bahnen fahren. +++ dpa-Bildfunk +++

Verdi hat für NRW Warnstreiks im ÖPNV angekündigt.

picture alliance/dpa | David Young
  • Warnstreik im ÖPNV in NRW am 21. Februar angekündigt.
  • Betroffen sind 35.000 Beschäftigte in über 30 Unternehmen.
  • Städte wie Düsseldorf, Köln und Dortmund könnten Einschränkungen erleben.
  • Hintergrund sind ergebnislose Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst.
  • Verdi fordert 8% mehr Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Fahrgäste in Nordrhein-Westfalen müssen sich auf erhebliche Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat Beschäftigte in mehr als 30 kommunalen Verkehrsunternehmen in NRW zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen.

Warnstreik in NRW: Wo kommt es zu Einschränkungen?

Insgesamt 35.000 Beschäftigte in mehr als 30 Unternehmen in Städten und Landkreisen sind vom Warnstreik in NRW betroffen. Der Streik findet in zahlreiche Städten und Landkreisen statt, wobei noch nicht genau bekannt ist, um welche Orte es sich genau handelt. Laut einem Verdi-Sprecher handele es sich um alle größeren Städte in NRW. Denkbar sind Ausfälle und Fahrplanänderungen somit unter anderem in Düsseldorf, Köln, Dortmund, Essen, Bielefeld und Münster. Neben den Streiks sind in einigen Städten betriebsnahe Versammlungen und kleinere Demonstrationszüge geplant. Auch in Baden-Württemberg, Bremen, Hessen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz wird es zu Warnstreiks kommen.

ÖPNV: Wann findet der Streik statt und wie lange dauert er?

Der Streik im Nahverkehr in NRW und zahlreichen weiteren Bundesländern ist für Freitag, den 21. Februar angekündigt. Busse und Bahnen in den betroffenen Betrieben werden voraussichtlich den gesamten Tag über ausfallen. Fahrgäste sollten sich frühzeitig über alternative Verbindungen informieren. Regional- und S-Bahnen der Deutschen Bahn sind nicht vom Streik betroffen, könnten aber durch das erhöhte Fahrgastaufkommen voller sein als üblich.

Warum wird gestreikt?

Hintergrund ist die ergebnislose zweite Tarifrunde für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen. Verdi fordert höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. „Es gibt viel zu wenig Personal, die Arbeitsverdichtung nimmt ständig zu“, sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle.

Die Tarifverhandlungen für die mehr als 2,5 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst wurden nach der zweiten Verhandlungsrunde am 17./18. Februar 2025 ergebnislos vertagt. Die Arbeitgeber hätten nach Angaben von Verdi bislang kein Angebot zu Lohnerhöhungen, besseren Arbeitsbedingungen oder Entlastungen vorgelegt. „Die Arbeitgeber mauern komplett. Eine Verständigung ist derzeit nicht in Sicht“, kritisierte Verdi-Chef Frank Werneke. In einer Zeit, in der viele Beschäftigte im öffentlichen Dienst überlastet seien, sei das ein „fatales Signal“.

Die Gewerkschaft fordert acht Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 350 Euro monatlich mehr, höhere Zuschläge für besonders belastende Tätigkeiten sowie eine Erhöhung der Ausbildungs- und Praktikantenvergütungen um 200 Euro. Zudem verlangt Verdi drei zusätzliche freie Tage und mehr Flexibilität durch ein sogenanntes „Meine-Zeit-Konto“. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 14./15. März in Potsdam angesetzt.