Streik in Frankfurt: Welche Linien fahren am Freitag und Samstag trotzdem?

Verdi hat den nächsten Streik im Nahverkehr in Frankfurt angekündigt. Wann und wo kommt es zu Ausfällen?
Arne DedertVerdi hat zu einem Warnstreik im ÖPNV in Frankfurt am Main aufgerufen. Welche Verbindungen fallen aus und welche Linien verkehren weiterhin?
Streik in Frankfurt: Welche Linien fahren und welche fallen aus?
Am Freitag und Samstag (27. und 28. Februar 2026) kommt es aufgrund eines von Verdi ausgerufenen zweitägigen Warnstreiks im Rahmen der Tarifverhandlungen zu massiven Einschränkungen im Frankfurter Nahverkehr. Die U- und Straßenbahnen der Verkehrsgesellschaft VGF fallen aus. S-Bahnen, Regionalzüge, die städtischen Buslinien sowie die Regionalbusse werden nicht bestreikt. Der Ersatzverkehr für die U2 (zwischen Nieder-Eschbach und Gonzenheim) verkehrt, Angaben der VGF zufolge, ebenfalls.
Welche weiteren Alternativen gibt es?
Die Deutsche Bahn streikt diese Woche nicht. Fahrgäste können prüfen, ob Teile der Strecken mit Regionalzügen zurückgelegt werden können. S-Bahnen sind ebenfalls nicht betroffen. Wer nicht aufs Fahrrad umsteigen kann oder möchte, kann auf Taxis oder Fahrdienste zurückgreifen, die neben Autos auch E-Roller und Leihfahrräder anbieten. Zudem können Carsharing-Dienste und Fahrgemeinschaften als weitere Optionen zur Verfügung stehen.
Warum wird in Frankfurt erneut gestreikt?
In den Tarifverhandlungen, die in allen 16 Bundesländern meist mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert Verdi insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen - etwa durch kürzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.
Nach Ansicht von Verdi kamen die Gespräche zuletzt kaum voran. Auch die Arbeitgeber beklagten zuletzt fehlenden Fortschritt bei den Verhandlungen. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), das größte ÖPNV-Unternehmen in Deutschland, kritisierte beispielsweise, dass Verdi bisher nicht klargemacht habe, welche Forderungen die Gewerkschaft am wichtigsten findet.
Mit Material der dpa
