Streik in Düsseldorf: Notfahrplan steht fest - Diese Linien fahren trotzdem

Verdi hat den nächsten Streik im Nahverkehr in Düsseldorf angekündigt. Wann und wo kommt es zu Ausfällen?
Rolf Vennenbernd/dpaVerdi hat zu einem Warnstreik im ÖPNV in Düsseldorf aufgerufen. Welche Verbindungen fallen aus und welche Linien verkehren weiterhin?
Streik in Düsseldorf bei der Rheinbahn aktuell
Am Freitag und Samstag (27. und 28. Februar 2026) kommt es aufgrund eines von Verdi ausgerufenen zweitägigen Warnstreiks im Rahmen der Tarifverhandlungen zu massiven Einschränkungen im Düsseldorfer Nahverkehr.
Es fahren laut der Rheinbahn während eines Warnstreiks im Regelfall weder U-Bahnen noch Straßenbahnen und auch der Busverkehr ist stark eingeschränkt. Besonders betroffen sind dann auch Schulbusse, die an den entsprechenden Tagen komplett entfallen. Auch sämtliche Verbindungen im Rheinbahn-Netz, darunter Düsseldorf, der Kreis Mettmann, die Stadt Meerbusch sowie Verbindungen nach Duisburg, Krefeld, Neuss und Ratingen entfallen. Welche Bus- und Bahnlinien sind planmäßig weiterhin unterwegs?
ÖPNV in Düsseldorf: Welche Linien fahren trotz Streik?
Es verkehren während eines Streiks bei der Rheinbahn vereinzelte Linien, die von Subunternehmen durchgeführt werden. Diese Buslinien sind laut der Rheinbahn weiterhin unterwegs:
- Buslinie 05: Erkrath S – Erkrath-Hochdahl S – Trills – Hochdahler Markt – Sandheide – Willbeck – Erkrath-Millrath S und zurück
- Buslinie 06: Erkrath, Haus Brück – Erkrath S – Unterfeldhaus – Kempen – Hochdahler Markt – Erkrath-Millrath S und zurück
- Buslinie 013: Mettmann, Schellenberg – Jubiläumsplatz – Dresdner Straße – Champagne – Mettmann-Zentrum S – Mettmann-Stadtwald S und zurück
- Taxibus 014: Ratingen-Breitscheid, Am Kessel – Mintarder Weg – An der Pönt – Krummenweg – Ratingen-Hösel S und zurück
- Taxibus 019: Ratingen, Fliedner Krankenhaus – Lintorf, Rathaus – Ratingen-Lintorf, Mörikestraße und zurück
- Buslinie SB51: Flughafen Bf – Nordfriedhof – Meerbusch-Büderich, Landsknecht U – Kaarster Bf und zurück
- Buslinie 722: Stadthalle – Messe – Nordfriedhof – Düsseldorf Hbf – Schlesische Straße – Vennhauser Allee und zurück
- Buslinie 730: Freiligrathplatz U – Unterrath – Gerresheim – Eller – Reisholz – Benrath – Josef-Kürten-Platz und zurück
- Buslinie 746: Velbert ZOB – Wülfrath – Mettmann, Jubiläumsplatz – Mettmann-Stadtwald S und zurück
- Buslinie 751: Ratingen-Hösel S – Ratingen-Lintorf – Angermund S – Kaiserswerth, Klemensplatz und zurück
- Buslinie 770: Velbert ZOB – Heiligenhaus – Ratingen-Hösel S und zurück
- Buslinie 771: Velbert ZOB – Heiligenhaus – Ratingen Ost S – Ratingen Mitte und zurück
- Buslinie 782: Heinrich-Heine-Allee – Uni-Kliniken – Hilden, Gabelung – Hilden, Süd S – Solingen Hbf und zurück
- Buslinie 785: Heinrich-Heine-Allee – Reisholz S – Hilden Mitte – Hilden Süd S – Langenfeld-Richrath – Langenfeld S und zurück
- Buslinie 831: Krefeld, HPZ Uerdingen – Krefeld, Uerdingen Bf – Meerbusch, Lank-Latum – Meerbusch, Haus Meer und zurück
- Buslinie 834: Oberkassel, Belsenplatz – Nordfriedhof – Mörsenbroich – Düsseldorf Hbf und zurück
Den Netzplan während eines Streiks bei der Rheinbahn gibt es hier.
Welche weiteren Alternativen gibt es?
Die Deutsche Bahn streikt diese Woche nicht. Fahrgäste können prüfen, ob Teile der Strecken mit Regionalzügen zurückgelegt werden können. S-Bahnen sind ebenfalls nicht betroffen. Wer nicht aufs Fahrrad umsteigen kann oder möchte, kann auf Taxis oder Fahrdienste zurückgreifen, die neben Autos auch E-Roller und Leihfahrräder anbieten. Zudem können Carsharing-Dienste und Fahrgemeinschaften als weitere Optionen zur Verfügung stehen. Auch der On-Demand-Service flexy bleibt in Düsseldorf laut der Rheinbahn während eines Streiks verfügbar.
Warum wird in Düsseldorf erneut gestreikt?
In den Tarifverhandlungen, die in allen 16 Bundesländern meist mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert Verdi insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen - etwa durch kürzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.
Nach Ansicht von Verdi kamen die Gespräche zuletzt kaum voran. Auch die Arbeitgeber beklagten zuletzt fehlenden Fortschritt bei den Verhandlungen. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), das größte ÖPNV-Unternehmen in Deutschland, kritisierte beispielsweise, dass Verdi bisher nicht klargemacht habe, welche Forderungen die Gewerkschaft am wichtigsten findet.
Mit Material der dpa
