Streik in Dortmund
: Wann endet der Warnstreik?

Verdi bestreikt erneut den ÖPNV in Dortmund. Wann können Fahrgäste mit einem regulären Fahrplan rechnen?
Von
David Hahn
Dortmund
Jetzt in der App anhören
Straßenbahnen stehen vor einem Depot der Dortmunder Verkehrsbetriebe DSW21. Die Gewerkschaft Verdi ruft zu Warnstreik im Nahverkehr auf. Die Tarifverhandlungen werden am 16. Februar in Bochum fortgesetzt.

Verdi bestreikt erneut den Nahverkehr in Dortmund. Bis wann kommt es noch zu Ausfällen?

Bernd Thissen

Verdi hat zu einem Warnstreik im ÖPNV in Dortmund aufgerufen. Ab wann verkehrt der Nahverkehr wieder regulär?

Dortmund: Wann ist der Warnstreik vorbei?

Am Freitag und Samstag (27. und 28. Februar 2026) kommt es aufgrund eines von Verdi ausgerufenen zweitägigen Warnstreiks im Rahmen der Tarifverhandlungen zu massiven Einschränkungen im Dortmunder Nahverkehr. Der Warnstreik dauert von Betriebsbeginn am Freitag (ca. 3.30 Uhr) bis Betriebsende (ca. 1.30 Uhr am Sonntag) an. In diese Zeit fallen auch das Fußball-Bundesligaspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München (Samstag, 18.30 Uhr), die Deutsche Leichtathletik-Hallenmeisterschaft in der Helmut-Körnig-Halle am Freitag und Samstag sowie der „Arena Rave“ in der Westfalenhalle.

Die Stadtbahn- und Buslinien sowie die H-Bahn von DSW21 entfallen an beiden Tagen. Auch die NachtExpress-Linien von DSW21, die gegenwärtig um 0.15 Uhr oder 0.45 Uhr vom zentralen Ausgangspunkt „Reinoldikirche“ sternförmig in alle Stadtteile starten, entfallen. Betroffen vom Warnstreik sind auch die in den Nachbarstädten Castrop-Rauxel (480, 481, 482 und NE 11) und Schwerte (430, 435 und NE 25) betriebenen Buslinien. Die Fahrten von der ExpressBuslinie X13 (Dortmund – Waltrop – Datteln) fallen ebenfalls aus. Fahrgäste sollten sich an den Tagen des Streiks in der Elektronischen Fahrplanauskunft (EFA) auf www.bus-und-bahn.de oder in der DSW21-App informieren.

Laut DSW21 finden die von der Vestischen angebotenen Fahrten vereinzelt statt. Weiterhin eingesetzt werden die Flughafen-Sonderlinien AirportExpress, AirportShuttle und 490.

Welche weiteren Alternativen gibt es?

Die Deutsche Bahn streikt diese Woche nicht. Fahrgäste können prüfen, ob Teile der Strecken gegebenenfalls mit Regionalzügen zurückgelegt werden können. S-Bahnen sind ebenfalls nicht betroffen. Wer nicht aufs Fahrrad umsteigen kann oder möchte, kann auf Taxis oder Fahrdienste zurückgreifen, die neben Autos auch E-Roller und Leihfahrräder anbieten. Zudem können Carsharing-Dienste und Fahrgemeinschaften als weitere Optionen zur Verfügung stehen.

Warum wird in Dortmund erneut gestreikt?

In den Tarifverhandlungen, die in allen 16 Bundesländern meist mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert Verdi insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen - etwa durch kürzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.

Nach Ansicht von Verdi kamen die Gespräche zuletzt kaum voran. Auch die Arbeitgeber beklagten zuletzt fehlenden Fortschritt bei den Verhandlungen. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), das größte ÖPNV-Unternehmen in Deutschland, kritisierte beispielsweise, dass Verdi bisher nicht klargemacht habe, welche Forderungen die Gewerkschaft am wichtigsten findet.

Mit Material der dpa