Streik im ÖPNV am Mittwoch: In diesen Städten wird gestreikt

Unter anderem in München wird heute gestreikt.
Felix Hörhager/dpaIm Tarifkonflikt im kommunalen Nahverkehr kommt es am Mittwoch, 11. Februar, zu einer weiteren Streikwelle. Betroffen sind vor allem Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen. Die Deutsche Bahn ist nicht Teil des Arbeitskampfes. S-Bahnen, Regional- und Fernzüge fahren planmäßig.
Diese Städte sind am Mittwoch betroffen
Bayern
In Bayern müssen Fahrgäste in mehreren Städten mit massiven Einschränkungen rechnen:
- München: Die Verkehrsmittel der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) werden bestreikt. Busse, Tram und U-Bahn sind betroffen.
- Nürnberg: Bei der VAG kommt es zu Ausfällen im gesamten Stadtgebiet.
- Passau: Der Busverkehr wird am Mittwoch eingestellt.
- Bayreuth: Hier läuft der Streik bereits seit Dienstag (10. Februar) und wird am Mittwoch fortgesetzt.
Ab Donnerstagmorgen sollen die regulären Fahrpläne wieder gelten.
Hamburg
In Hamburg sind die Busse der Verkehrsbetriebe VHH betroffen. Auch hier ist am Mittwoch mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen.
Hessen kündigt Streiks an
Auch in Hessen sind in dieser Woche Warnstreiks im ÖPNV angekündigt. Konkrete Städte oder Zeiträume hat die Gewerkschaft Verdi bislang nicht genannt. Klar ist jedoch: Noch vor Ende der Woche soll es zu Arbeitsniederlegungen kommen.
Keine Streiks in Niedersachsen
In Niedersachsen gilt derzeit eine sogenannte Friedenspflicht. Warnstreiks sind dort aktuell ausgeschlossen. In den übrigen Bundesländern laufen die Tarifverhandlungen weiter, weitere Arbeitskämpfe sind daher nicht ausgeschlossen.
Warum wird gestreikt?
Hintergrund sind laufende Tarifverhandlungen zwischen kommunalen Arbeitgebern und der Gewerkschaft Verdi. Bundesweit betrifft der Konflikt rund 100.000 Beschäftigte im Nahverkehr. Verdi fordert unter anderem: Kürzere Wochenarbeitszeiten und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen sowie bei der Hamburger Hochbahn geht es zusätzlich um höhere Löhne und Gehälter. Mit den Warnstreiks will die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.
