Streik beim TÜV
: Wann und wo beim TÜV die Warnstreiks stattfinden sollen

Autofahrer müssen auf Streiks beim TÜV einstellen. Die Regionen sind von den Arbeitsniederlegungen unterschiedlich betroffen.
Von
Daniel Steiger
Berlin
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Gut vorbereitet mit dem Auto in die Hauptuntersuchung: ARCHIV - 30.03.2022, Niedersachsen, Hannover: Alles in Ordnung? Bei der Hauptuntersuchung wird das Auto durchgecheckt. (zu dpa: «Weniger Autos bei Hauptuntersuchung - Tüv Nord legt aber zu») Foto: Julian Stratenschulte/dpa/dpa-tmn +++ dpa-Bildfunk +++

Beim TÜV wird zum Streik aufgerufen. Wann und wo soll die Arbeit ruhen?

Julian Stratenschulte/dpa-tmn/dpa

Beim TÜV stehen die Zeichen auf Arbeitskampf. Die Gewerkschaft Verdi hat jetzt angekündigt, dass nach gescheiterten Tarifverhandlungen Warnstreiks in einigen Regionen stattfinden sollen. Das hat auch Auswirkungen auf Autofahrer, die mit ihrem Gefährt zur Hauptuntersuchung müssen. Welche Regionen sind von TÜV-Streik betroffen?

Warum wird beim TÜV gestreikt?

Als Grund für die angekündigten Warnstreiks nennt die Gewerkschaft ergebnislose Tarifverhandlungen für rund 20.000 Beschäftigte in den vergangenen Wochen. Verdi-Branchenbetreuer Volker Nüsse zu den Verhandlungen: „Von der fälligen Anerkennung für den Einsatz der Beschäftigten ist dieses Angebot weit entfernt. Wir werden jetzt Druck machen und unseren Unmut auf die Straße tragen.“ Für die Beschäftigten beim TÜV Süd fordert Verdi unter anderem 8 Prozent Entgeltsteigerung, mindestens aber 300 Euro bei 12 Monaten Laufzeit und einen Vorteil für Gewerkschaftsmitglieder. Für die Beschäftigten im Bereich TÜV Bund, zu dem unter anderem die TÜVs Nord und Hessen gehören, fordert Verdi 7,5 Prozent, mindestens aber 330 Euro bei ebenfalls 12 Monaten Laufzeit. Die Angebote der Arbeitgeber liegen deutlich darunter.

Wann und wo wird beim TÜV gestreikt?

Betroffen von den Warnstreiks sind laut Verdi unter anderem der TÜV Süd, TÜV Nord, aber auch der TÜV Hessen. Im Bereich von TÜV Nord und TÜV Hessen konzentrieren sich die Warnstreiks auf den 22. und 23. Juli, da dort am 24. und 25. Juli die nächste Verhandlungsrunde stattfindet. Dann werde es flächendeckend zu Einschränkungen kommen - und zwar bei einem „relevanten Anteil“ der Hauptuntersuchungen, sagt ein Sprecher.

Beim TÜV Süd findet die nächste Verhandlungsrunde erst am 1. August statt, bis dahin soll es kurzfristige regionale Aktionen geben - sowohl in den TÜV-eigenen Prüfzentren als auch bei von TÜV-Prüfern ausgeführten Hauptuntersuchungen in Autowerkstätten.