Streik bei der MVG
: Wird morgen in München gestreikt?

Am Donnerstag legt ein Streik von Verdi große Teile des ÖPNV in München lahm. Wie geht es am Freitag weiter?
Von
Lukas Böhl
München
Jetzt in der App anhören
Warnstreik im Nahverkehr - München: 19.03.2026, Bayern, München: „Warnstreik“ steht auf einer Anzeigetafel an einer Bus- und Tramhaltestelle. Die Gewerkschaft Verdi hat erneut in mehreren Bundesländern zu Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) aufgerufen. Foto: Sven Hoppe/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Warnstreik im Nahverkehr Münchens.

Sven Hoppe/dpa

Laut Verdi dauert der Ausstand bis in die frühen Morgenstunden des Freitags an – konkret bis etwa 4:00 Uhr. Erst danach soll sich der Betrieb bei der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) wieder normalisieren.

Wer am Freitag sehr früh unterwegs ist, muss daher noch mit Einschränkungen rechnen. Einzelne Fahrten können ausfallen oder verspätet starten, da Fahrzeuge und Personal erst wieder in den regulären Umlauf zurückkehren müssen. Im Laufe des Morgens sollte sich die Lage jedoch stabilisieren.

Drohen weitere Streiks?

Kurzfristig sieht es zunächst ruhig aus. Am Wochenende wird in München voraussichtlich nicht gestreikt. Der Grund: Die nächste Verhandlungsrunde zwischen Verdi und dem Kommunalen Arbeitgeberverband Bayern (KAV) ist bereits für Montag, den 23. März, angesetzt. Bis zu diesem Termin gilt ein weiterer Warnstreik als eher unwahrscheinlich. Verdi kündigt Arbeitsniederlegungen in der Regel mit einem Vorlauf von ein bis zwei Tagen an.

Konflikt weiterhin ungelöst

Ob es nach Montag zu neuen Streiks kommt, hängt maßgeblich vom Verlauf der Verhandlungen ab. Es handelt sich bereits um die vierte Tarifrunde – bislang ohne Ergebnis. Die Fronten gelten weiterhin als verhärtet.

In einer aktuellen Mitteilung erklärte Verdi, dass es beim letzten Treffen „keine nennenswerte Annäherung“ gegeben habe. Die Gewerkschaft fordert unter anderem höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Die Arbeitgeberseite sieht die Forderungen hingegen als finanziell schwer umsetzbar an.

Wie geht es weiter?

Sollte auch die nächste Verhandlungsrunde ohne Einigung enden, sind weitere Warnstreiks wahrscheinlich. Diese könnten dann erneut den Nahverkehr in München betreffen. Im Falle eines Streiks informiert die MVG rechtzeitig über die Auswirkungen auf der Webseite und in der App.