Streik bei der MVG
: Wird morgen in München gestreikt?

Nachdem am Wochenende der Nahverkehr in München bestreikt wurde, stellt sich die Frage, wie es am Montag weitergeht.
Von
Lukas Böhl
München
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Warnstreik im Münchner Nahverkehr: 11.02.2026, Bayern, München: Am Stachus hängt eine Anzeige, auf der steht, „Heute wird die MVG ganztägig bestreikt.“. Am Mittwoch gibt es ganztägige Warnstreiks im bayerischen ÖPNV in München und Nürnberg. Foto: Malin Wunderlich/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Wie geht es am Montag weiter?

Malin Wunderlich/dpa

Mit einem Streik bei der MVG hat Verdi den Nahverkehr am Freitag und Samstag in großen Teilen lahmgelegt. Noch bis heute Morgen um 3:00 Uhr dauerte der Warnstreik an. Muss auch am Montag wieder mit Beeinträchtigungen gerechnet werden?

Wird am Montag bei der MVG gestreikt?

Der Streik am Wochenende wird nach aktuellen Informationen am Montag nicht fortgesetzt. Pendler und Reisende in München können also zunächst aufatmen. Am Montag sollte der Nahverkehr wieder nach Plan rollen. Einzelne Nachwirkungen, etwa durch verschobene Dienstpläne, sind allerdings nicht komplett ausgeschlossen.

Drohen weitere Streiks?

Die nächste Verhandlungsrunde im Tarifstreit zwischen Verdi und den Verkehrsbetrieben ist für den 9. März angesetzt – also für den Montag in einer Woche. Bis dahin sind weitere Streiks grundsätzlich möglich, falls sich die Fronten nicht annähern oder Verdi den Druck erhöhen will.

Wann müssen Streiks angekündigt werden?

In Deutschland gibt es keine gesetzlich festgelegte Frist für die Ankündigung von Streiks. Es darf also relativ spontan gestreikt werden. In der Regel werden größere Streiks aber ein bis zwei Tage vorher von Verdi angekündigt. So kann sich die Öffentlichkeit auf die Einschränkungen vorbereiten und nach Alternativen suchen. Auch die MVG informiert über angekündigte Streikmaßnahmen, sobald diese bekannt sind – häufig über App, Website und Social-Media-Kanäle.

Ist ein Ende der Streiks in Sicht?

Weitere Streiks sind jederzeit möglich, solange keine Einigung in den Tarifverhandlungen zustande kommt. Die nächste Runde ist erst für den 9. März geplant. Ein finales Ende hängt von den Verhandlungserfolgen ab. Bislang gibt es jedenfalls keine Einigung. Insofern ist nicht auszuschließen, dass Verdi die MVG erneut bestreikt. Betroffene sollten sich regelmäßig in der App und auf der Website der MVG über die aktuelle Lage informieren – besonders, wenn sie auf Bus und U-Bahn angewiesen sind.