Streik bei der MVG
: Wird heute gestreikt?

Nach drei Tagen Streik in München haben viele Pendler die Nase voll. Wie ist die Lage heute?
Von
Lukas Böhl
München
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Warnstreik im Nahverkehr - München: 17.03.2026, Bayern, München: Ein U-Bahn fährt in die Haltestelle Westfriedhof ein. Die Gewerkschaft Verdi hat die nächsten Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr angekündigt. Fahrgäste der U-Bahn in München müssen schon am 17.03.2026 mit Problemen rechnen. Verdi hat Mitarbeiter der Leitstelle und im Fahrgastservice ganztägig zum Warnstreik aufgerufen. Foto: Sven Hoppe/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Heute rollt der Nahverkehr in München wieder.

Sven Hoppe/dpa

Die Fahrgäste der Münchner Verkehrsgesellschaft mbH (MVG) können erst einmal aufatmen. Der Streik im ÖPNV wurde heute Morgen um 4:00 Uhr offiziell beendet. Der Nahverkehr sollte heute also wieder nach Plan fahren. Auch am Wochenende sollte es keine weiteren Streiks geben. Eine neue Ankündigung blieb bislang aus.

Drohen noch einmal Streiks?

Die Streiks werden erst dann ein Ende finden, wenn sich Verdi und der Kommunale Arbeitgeberverband Bayern (KAV) geeinigt haben. Die nächste Verhandlungsrunde ist für Montag, den 23. März, angesetzt. Da bis dahin nur noch drei Tage Zeit sind, ist es sehr unwahrscheinlich, dass am Wochenende noch einmal gestreikt wird.

Große Aktionen werden von Verdi in der Regel mit ein bis zwei Tagen Vorlauf angekündigt, sodass sich die Öffentlichkeit darauf vorbereiten kann. Sollte am Montag aber keine Einigung erzielt werden, besteht die Möglichkeit weiterer Streiks in München.

Wie viele Streiks gab es bis jetzt?

Die Streiklage im Münchner ÖPNV hat sich im ersten Quartal 2026 aufgrund der Tarifverhandlungen im kommunalen Nahverkehr (TV-N) deutlich zugespitzt. Bis zum heutigen 19. März 2026 kam es bereits zu fünf größeren Streikwellen, die das Stadtgebiet teilweise lahmgelegt haben. Den Auftakt bildete ein bayernweiter Warnstreik am 2. Februar, gefolgt von einem weiteren ganztägigen Ausstand am 11. Februar.

Ende des Monats weitete die Gewerkschaft ver.di den Druck aus und rief zu einem zweitägigen Streik am 27. und 28. Februar (bis in den Morgen des 1. März) auf. Die jüngste Eskalation findet in der aktuellen Märzwoche statt: Nach einem gezielten Warnstreik der Leitstellen und des Servicepersonals am 17. März folgte ein netzweiter, mehrtägiger Streik, der am Mittwoch (18. März) um 11 Uhr begann und erst am Freitag (20. März) um 4 Uhr morgens endete.