Apotheken Streik in Berlin: Wann und wo streiken heute die Apotheken?

In dieser Woche werden viele Apotheken in Berlin geschlossen bleiben. Doch welche Apotheken haben trotzdem geöffnet?
Martin Schutt/dpaWer in dieser Woche im Osten von Deutschland Medikamente aus der Apotheke braucht, könnte vor verschlossenen Türen stehen. Denn in Ostdeutschland sollen die Apotheken wegen eines Protesttags geschlossen bleiben. Alle Infos im Überblick.
Wann haben die Apotheken in Berlin geschlossen?
Der Streik ist für Mittwoch, den 29.11.2023 angekündigt und wird voraussichtlich den ganzen Tag andauern.
Wo haben Apotheken jetzt geschlossen?
Dem Aufruf der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) könnten den Verbandsangaben zufolge bis zu 3000 Apotheken in Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen folgen. Eine zentrale Kundgebung ist um 14 Uhr vor der Semperoper in Dresden geplant.
Notfallapotheken: Sind jetzt wirklich alle Apotheken geschlossen?
Nein, im Osten sollen einige Hundert Notapotheken sollen geöffnet bleiben.
Wie die Gesundheitsverwaltung dem Tagesspiegel mitteilte, soll die Arzneimittelversorgung der Bevölkerung in Berlin gewährleistet sein. Demnach seien in Berlin 26 Notdienst-Apothekengeöffnet. Außerdem sei davon auszugehen, dass auch einige der anderen Apotheken geöffnet blieben und ihren Protest anders an die Öffentlichkeit tragen werden.
Auf der Internetseite der Apothekenkammer Berlin können Sie nachsehen, welche Notfallapotheken am Mittwoch in Ihrer Nähe geöffnet sind.
Warum streiken die Apotheken überhaupt?
Die Teilnehmenden wollen gegen die Gesundheitspolitik der Bundesregierung demonstrieren und fordern mehr Geld. Laut ABDA stehen die Apotheken unter „immensem wirtschaftlichen Druck“, Lieferengpässe, gestiegene Betriebskosten und Personalmangel bereiteten ihnen zunehmend Probleme. Die Gehälter sind den Verbandsangaben zufolge seit 2004 nicht gestiegen.
All das führe dazu, dass die Apothekenzahlen in ganz Deutschland seit Jahren sänken. Zwischen Januar und September dieses Jahres hätten bundesweit 335 Geschäfte zugemacht. Allein in Berlin seien es 50 gewesen. „Der Rückgang der Apothekenzahl muss dringend gestoppt werden“, sagte ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening.
(mit Material von dpa)