Streik am Hamburger Flughafen
: Was Reisende jetzt wissen müssen

Der Streik am Flughafen Hamburg hat begonnen, erste Flüge sind bereits gestrichen. Was Reisende wissen müssen.
Von
Nicole Züge
Hamburg
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Verdi ruft zum Warnstreik am Flughafen Hamburg auf: 26.02.2025, Hamburg: «Zusammen geht mehr» steht auf der Weste eines Verdi-Mitglieds im Terminal 2 am Flughafen. Passagiere auf den Flughäfen in München und Hamburg müssen sich am Donnerstag und Freitag auf Flugausfälle und weitere Einschränkungen einstellen. Um den Druck im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen zu erhöhen, hat die Gewerkschaft Verdi Beschäftigte an beiden Standorten zu Warnstreiks aufgerufen. Foto: Jonas Walzberg/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

„Heute Warnstreik“ steht auf einem Verdi-Plakat im Terminal 1 am Flughafen Hamburg. Erste Flüge sind hier bereits gestrichen. Was Reisende zum Verdi-Warnstreik heute und morgen wissen müssen.

Jonas Walzberg/dpa
  • Streik am Flughafen Hamburg: Verdi streikt 48 Stunden, erste Flüge sind annuliert.
  • Reisende haben Anspruch auf Entschädigung bei Verspätung über 3 Stunden, außer bei außergewöhnlichen Umständen.
  • Ersatzbeförderung und Betreuungsleistungen müssen von der Airline sichergestellt werden.
  • Reisende können bei Flugausfall Ticketpreis zurückfordern oder alternative Beförderung verlangen.
  • ADAC bietet Entschädigungsrechner für betroffene Passagiere an.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Gewerkschaft Verdi bestreikt seit heute Nacht (27.2.) für 48 Stunden den Flughafen Hamburg. Beschäftigte sind nach Auskunft der Gewerkschaft mit Beginn der Nachtschicht am Mittwoch (26.02.) zum Warnstreik aufgerufen worden. Der Ausstand soll bis zum Ende der Spätschicht am Freitag (28.02.) dauern.

Welche Rechte Reisenden bei Annullierung ihres gebuchten Fluges oder Verspätungen haben und was der Flughafen in Hamburg allen Reisenden rät. Alle Informationen für Streik-Betroffene im Überblick.

Streik am Hamburger Flughafen: Das müssen Reisende wissen

Der Flughafen Hamburg informiert auf seiner Website, dass es aufgrund des Warnstreiks zu Verzögerungen und Beeinträchtigungen kommen wird und empfiehlt allen Reisenden, ihren Flugstatus regelmäßig zu prüfen. Bei Bedarf, zum Beispiel bei Annullierung oder Verspätung, sollten Passagiere Kontakt zu ihrer Airline aufzunehmen. Auch mehr Zeit muss unbedingt eingeplant werden. Mit Stand vom 27.02. um 7 Uhr morgens sind zwar noch nicht ganz so viele Flüge gestrichen, wie beispielsweise am Münchener Flughafen, das kann sich allerdings im Laufe des Tages ändern. Was dann zu tun ist, lesen Sie weiter unten.

Welche Flüge ab Hamburg bereits gestrichen wurden und wohin aktuell noch Flüge starten, lesen Sie hier.

Kann man am Flughafen Hamburg noch Gepäck aufgeben?

Der Flughafen Hamburg bittet Reisende, möglichst nur mit Handgepäck zu fliegen. Falls das nicht möglich ist, sollte das Aufgabegepäck minimiert werden. Auch der Vorabend-Check-in für Flüge des Folgetages ist derzeit nicht möglich. Das gilt für die gesamte Dauer des Streiks.

Passagier-Rechte bei Streik

Laut Angaben der Deutschen Presseagentur (dpa) haben Reisende bei streikbedingtem Flugausfall oder einer Verspätung von mehr als drei Stunden das Recht auf alternative Beförderung. Das muss die Fluggesellschaft anbieten. Oft werden Passagiere automatisch auf einen anderen Flug umgebucht. Oder die Airline bietet an, das Flugticket in eine Bahnfahrkarte umzuwandeln. Das passiert vor allem bei gestrichenen Flügen innerhalb Deutschlands.

Bietet die Airline nicht von selbst eine Alternative an, sollten Betroffene ihr eine Frist dafür setzen. Kommt sie der Aufforderung nicht nach, können Reisende selbst Ersatz beschaffen und die Kosten der Fluggesellschaft hinterher in Rechnung stellen. Tipp: Als angemessene Frist für die Airline sehen Reiserechtler hier zwei bis drei Stunden an.

Weitere Informationen dazu, wie Sie bei Flugausfällen Ihr Geld zurückbekommen und welche Rechte Sie haben, haben wir hier zusammengefasst.

Reisende, die eine Pauschalreise gebucht haben, sollten sich direkt an den Reiseveranstalter wenden. Dieser ist dafür verantwortlich, dass Reisende ihr Ziel erreichen. Dazu gehören unter anderem die Organisation eines Ersatzflugs bis hin zu Reisepreisminderungen, falls sich die Ankunft verzögert.