Stauprognose für BW
: Achtung, Ferien! Diese Autobahnen sollten Autofahrer meiden

14 deutsche Bundesländer sind in den Sommerferien: Die Autobahnen stoßen deshalb an Kapazitätsgrenzen. Diese Strecken sind besonders betroffen.
Von
Florian Huth
Ulm
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Stau auf der A7: ARCHIV - 30.06.2025, Hamburg: Autos und Lastkraftwagen stauen sich auf der A7 in Hamburg-Bahrenfeld. (zu dpa: «Lange Staus auf A7: Tunnel in Schnelsen bis Montag gesperrt») Foto: David Hammersen/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Auf den Autobahnen Richtung Süden wird es am Woche letzten Juliwochenende noch voller als sonst.

David Hammersen/dpa

Mit dem Start der Sommerferien in fünf weiteren Bundesländern erwartet der ADAC am Wochenende (25. bis 27. Juli 2025), dass Autobahnen an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen werden. Auf Autourlauber warten wieder „extreme Bedingungen“.

Sommerferien in 14 Bundesländern

In 14 Bundesländern sind dann Sommerferien: Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein kommen dazu, nur in Bayern und Baden-Württemberg läuft noch die Schule. „Reisewellen aus der Mitte und dem Westen Deutschlands, aus den östlichen Bundesländern und nun dem gesamten Norden machen sich auf den Weg an die Küsten, in die Berge und vor allem in den Süden“, erwartet der Auto Club Europa (ACE).

Lieber in der Woche oder nachts fahren

Besonders an den derzeit rund 1.250 Autobahnbaustellen, die der ADAC erfasst hat, besteht ein erhöhtes Staurisiko. Wer es einrichten kann, sollte seine Urlaubsreise am besten zwischen Dienstag und Donnerstag oder in den Nachtstunden antreten. Die höchsten Staugefahren bestehen erfahrungsgemäß am Freitagnachmittag, Samstagvormittag sowie Sonntagnachmittag.

Immerhin: Auf stark belasteten Autobahnabschnitten gilt wegen des Sommerreiseverkehrs ein Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen - und zwar an allen Samstagen vom 1. Juli bis einschließlich 31. August, jeweils von 7 bis 20 Uhr, wenn im jeweiligen Bundesland Schulferien sind.

Besonders belastet sind ADAC und ACE zufolge die Fernstraßen von und zur Nord- und Ostsee, die Ballungsräume Berlin, Hamburg, Leipzig, Rhein-Ruhr, Rhein-Main-Neckar, Stuttgart und München sowie diese Strecken (oft in beiden Richtungen):

  • A 1: Köln – Dortmund – Münster – Osnabrück – Bremen – Lübeck
  • A 2: Dortmund – Hannover – Berlin
  • A 3: Arnhem – Oberhausen – Frankfurt – Nürnberg – Passau
  • A 4: Erfurt – Chemnitz – Dresden – Görlitz
  • A 5: Hattenbacher Dreieck – Frankfurt – Heidelberg – Karlsruhe – Basel
  • A 6: Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
  • A 7: Flensburg – Hamburg – Hannover – Kassel – Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
  • A 8: Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg und Neunkirchen – Saarlouis
  • A 9: Berlin – Leipzig – Nürnberg – München
  • A 10: Berliner Ring
  • A 11: Berliner Ring – Dreieck Uckermark
  • A 19: Dreieck Wittstock – Rostock
  • A 20: Lübeck – Rostock
  • A 23: Hamburg – Heide
  • A 24: Hamburg – Berlin
  • A 31: Bottrop – Leer
  • A 40: Essen – Duisburg – Venlo
  • A 43: Wuppertal – Recklinghausen
  • A 45: Hagen – Gießen – Aschaffenburg
  • A 57: Köln – Krefeld – Goch
  • A 61: Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen
  • A 81: Heilbronn – Stuttgart
  • A 93: Inntaldreieck – Kufstein
  • A 95: Garmisch-Partenkirchen – München
  • A 99: Umfahrung München

In den südlichen Nachbarländern setzt sich der starke Reiseverkehr fort. Zu den Problemstrecken zählt der ADAC in Österreich die Fernpass-, Brenner-, Inntal-, Karawanken-, Pyhrn-, Rheintal- und Tauernroute und in der Schweiz die Gotthardautobahn.

Die aktuellen Reisezeiten in Echtzeit lassen sich für viele wichtige Transitkorridore des österreichischen Autobahnnetzes in nördlicher und südlicher Richtung auf der Internetseite der Asfinag einsehen.

Weiterhin viel Geduld müssen Reisende mitunter auch auf den Fernstraßen zu den italienischen, kroatischen und französischen Küsten aufbringen. Ebenso in Richtung Nordeuropa, von und nach Polen, den Niederlanden und Tschechien (Tunnelsanierungen in Grenznähe auf der D 8 Dresden - Prag).

Geduldsprobe an den Grenzen

Wegen Einreisekontrollen kann es an den Grenzen länger dauern, etwa von Österreich kommend. Wartezeiten sind laut ADAC an den Übergängen Suben (A 3 Linz - Passau), Walserberg (A 8 Salzburg - München) und Kiefersfelden (A 93 Kufstein - Rosenheim) wahrscheinlich.

Doch auch bei der Ausreise aus Deutschland kann es durch Kontrollen Verzögerungen geben. Betroffen sind laut ADAC vor allem Dänemark, die Niederlande, Frankreich und Polen.

Gute Nerven kann es auch für Fahrten nach Slowenien und Kroatien, Griechenland und in die Türkei brauchen, so der Verkehrsclub weiter: Wartezeiten von einigen Stunden seien in der Hauptreisezeit keine Seltenheit.