State of the Union: Uhrzeit, Livestream - Wann hält Donald Trump heute seine Rede zur Lage der Nation

State of the Union - Donald Trump hält heute seine Rede zur Lage der Nation.
Evan Vucci/AP/dpaMit Spannung schaut die halbe Welt heute nach Washington. US-Präsident Donald Trump hält am Dienstag seine Rede zur Lage der Nation (State of the Union). Wann genau findet die Rede statt? Wird sie irgendwo im Livestream übertragen? Und welche Themen sind von Trump zu erwarten? Hier gibt es alle Infos.
Uhrzeit: Wann hält Trump seine Rede zur Lage der Nation?
Der IUS-Präsident wird seine mit Spannung erwartete Rede am Dienstagabend (21.00 Uhr Ortszeit, 03.00 Uhr Mittwoch MEZ) vor beiden Kammern des US-Parlaments halten. Die Länge der Rede wird alljährlich genau beobachtet. Bisheriger Rekordhalter ist nach Angaben der University of California Ex-Präsident Bill Clinton, der in seiner letzten State of the Union im Jahr 2000 eine Stunde und 28 Minuten lang vor dem Kongress sprach. Zwar hatte Trump bereits bei seiner Rede im März vergangenen Jahres diese Zeit überboten - er sprach insgesamt 99 Minuten lang. Allerdings galt diese Ansprache nicht als State of the Union im ursprünglichen Sinne, da ein Präsident nur wenige Wochen nach seiner Amtseinführung keine Bilanz ziehen kann.
Wird die Trump-Rede live übertragen?
Die Rede zur Lage der Nation wird live in alle Welt übertragen. So streamt unter anderem das Weiße Haus in Washington die Trump-Rede selbst. Zu finden ist dieser Livestream dann hier. Auch in Deutschland wird die Rede übertragen. So zeigt unter anderem Tagesschau24 Trumps State of the Union ab 2.40 Uhr live.
Welche Themen könnte Donald Trump ansprechen?
Themen, an denen sich Trump abarbeiten kann, gibt es genug:
- Die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran über das iranische Atomprogramm, bei denen es bislang keine greifbaren Fortschritte gibt. Vor dem Hintergrund wachsender Spannungen hat Washington seine militärische Präsenz in der Region zuletzt deutlich verstärkt.
- Seine Bemühungen um Frieden und Wiederaufbau im Gazastreifen.
- Sein umstrittener Friedensrat, der von Kritikern als parteiische Konkurrenz zu den Vereinten Nationen gesehen wird.
- Die weitere Rolle der USA im Ukraine-Krieg. Der US-Präsident könnte sein Podium nutzen, um am vierten Jahrestag des russischen Angriffskriegs eine Botschaft an Kiew und Moskau zu richten.
- Seine Zollpolitik, die jüngst durch ein Urteil des Supreme Courts einen heftigen Dämpfer erfuhr. Sein Anspruch, die Vorherrschaft seines Landes auf dem amerikanischen Doppelkontinent, der „westlichen Hemisphäre“, voranzutreiben.
- Thematisieren könnte Trump auch die Lage in Venezuela, nachdem US-Streitkräfte den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro Anfang des Jahres festgenommen hatten.
Spannend dürfte auch werden, wie viel Aufmerksamkeit Trump welchem der zahlreichen Konflikte widmet. Häufig dominieren bei den Ansprachen allerdings auch innenpolitische Themen, zumal in Wahljahren. Im November wird bei den Zwischenwahlen («Midterms») neu über das Repräsentantenhaus und etwa ein Drittel der Sitze im Senat entschieden.
