Start neues Einreisesystem in Deutschland
: So funktioniert die neue Grenzkontrolle

Ein neues Einreisesystem an Deutschlands Grenzen wird eingeführt. Wie sie funktioniert und welche Reisende das betrifft.
Von
Doreen Matschuk
Düsseldorf
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Neues EU-Grenzsystem für Ein- und Ausreisen startet: HANDOUT - 07.10.2025, Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Eine Reisende passiert am Flughafen Düsseldorf die automatisierte Grenzkontrolle EasyPASS. Die EU startet am 12. Oktober ihr neues elektronisches Grenzsystem. Nach Angaben der Europäischen Kommission sieht es vor, die Ein- und Ausreise von Nicht-EU-Bürgern umfassend digital zu erfassen. Dazu werden diese biometrische Daten wie Fingerabdrücke und Gesichtsbilder sowie andere Reiseinformationen bereitstellen müssen. Das neue System soll das derzeitige System des Passstempelns ersetzen. Als Übergangszeitraum sind sechs Monate bis zum 10. April 2026 vorgesehen. In Deutschland führt zunächst der Flughafen Düsseldorf das neue System ein. Foto: Andreas Wiese/Flughafen Düsseldorf/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++

Das neue Ein- und Ausreisesystem an Deutschlands Grenzen wird eingeführt. Mit welchen Änderungen Reisende rechnen müssen.

Andreas Wiese/Flughafen Düsseldorf/dpa

Ab dem 12. Oktober 2025 führt Deutschland schrittweise ein neues digitales Ein- und Ausreisesystem ein. Das sogenannte Entry-Exit-System (EES) wird die Einreise für viele Menschen spürbar verändern. Wir erklären, wie die neue Grenzkontrolle funktioniert und für welche Reisenden sie relevant ist.

Was ist das Entry-Exit-System?

Das EES ist ein EU-weites digitales System zur Erfassung von Ein- und Ausreisen an den Außengrenzen des Schengen-Raums. Es ersetzt das bisherige manuelle Abstempeln von Reisedokumenten.

Erfasst werden:

  • Persönliche Daten (z. B. Name, Geburtsdatum, Reisedokumente)
  • Biometrische Merkmale (vier Fingerabdrücke und Gesichtsbild)
  • Zeitpunkt und Ort der Ein- und Ausreise

Das System betrifft Drittstaatsangehörige, also Reisende aus Nicht-EU-Ländern mit oder ohne Visum für einen Kurzaufenthalt. EU-Bürger sind davon nicht betroffen.

Wann und wo startet das neue Einreisesystem?

Der kontrollierte Start des Systems erfolgte am 12. Oktober 2025 am Flughafen Düsseldorf. Danach folgen die Flughäfen Frankfurt am Main und München, weitere Flughäfen und Seegrenzen. Als Übergangszeitraum sind sechs Monate bis zum 9. April 2026 vorgesehen.

Warum wird das EES eingeführt?

Mit dem EES will die EU die Sicherheit an den Außengrenzen erhöhen und die Grenzprozesse digitalisieren. Die wichtigsten Ziele sind:

  • Digitale statt analoge Grenzabfertigung
  • Vermeidung von Identitätsbetrug
  • Bessere Kontrolle der Aufenthaltsdauer
  • Effizientere und nachvollziehbare Grenzübertritte

So kann beispielsweise besser festgestellt werden, ob jemand seine erlaubte Aufenthaltsdauer im Schengen-Raum überschritten hat.

Was ändert sich für Reisende?

Für Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union ändert sich nichts. Auch wer die Staatsangehörigkeit Islands, Liechtensteins, Norwegens oder der Schweiz besitzt, ist nicht von den neuen Kontrollen betroffen.

Drittstaatsangehörige – etwa aus den USA, Großbritannien oder der Türkei – sollten sich jedoch auf folgende Neuerungen einstellen:

  • Biometrische Erfassung bei der ersten Einreise
  • Digitale Registrierung aller Ein- und Ausreisen
  • Mögliche Wartezeiten, insbesondere in der Einführungsphase

Wie können Sie sich vorbereiten?

Wenn Sie zwischen Oktober 2025 und Frühjahr 2026 nach Deutschland einreisen möchten, sollten Sie sich vorab informieren. Ansprechpartner sind z. B. Deutsche Auslandsvertretungen, Ihre Fluggesellschaft oder die Bundespolizei.

Betroffene Reisende sollten bei der Einreise ausreichend Zeit einplanen – insbesondere an den Flughäfen Düsseldorf, Frankfurt und München.

Digital, sicher und mehr Kontrolle

Mit dem EES beginnt eine neue Ära der Grenzkontrolle. Die Digitalisierung bringt viele Vorteile, doch gerade in der Anfangsphase könnten technische Probleme auftreten. Wer vorbereitet ist und sich rechtzeitig informiert, reist entspannter.