Die Jury der sprachkritischen Aktion will an diesem Dienstag in Darmstadt das „Unwort des Jahres“ 2020 bekannt geben. Dominierendes Thema der 1826 Einsendungen mit 625 unterschiedlichen Vorschlägen sei die Corona-Pandemie gewesen. 75 der Wörter entsprechen den Angaben nach einem der vier Unwort-Kriterien.
Die sprachkritische Aktion „Unwort des Jahres“ möchte mit ihrer alljährlichen Aktion auf unangemessenen Sprachgebrauch aufmerksam machen und so sensibilisieren. Dabei werden Wörter gerügt, die gegen die Prinzipien der Menschenwürde oder Demokratie verstoßen, die gesellschaftliche Gruppen diskriminieren oder die euphemistische, verschleiernde oder irreführende Formulierungen sind. Reine Schimpfwörter zählen nicht. Vorschläge müssen eines der Kriterien erfüllen. Die Jury richtet sich nicht nach der Menge der Vorschläge für ein einzelnes Wort. Das „Unwort des Jahres“ wird seit 1991 gekürt. Im vergangenen Jahr war es „Klimahysterie“.