Sperre am Brenner-Pass: Tausende demonstrieren gegen Verkehrsbelastung

Zahlreiche Menschen demonstrieren auf der gesperrten Brennerautobahn. Wegen einer Demonstration auf der Brennerautobahn ist die wichtigste Verkehrsverbindung zwischen Deutschland und Italien in beide Richtungen nahezu vollständig blockiert.
Peter Kneffel/dpa- Tausende demonstrieren am Brenner-Pass gegen die hohe Verkehrsbelastung.
- Die Brenner-Route ist wegen des Protests bis zum Abend für Transitfahrten gesperrt.
- Viele reisen per Bahn oder Rad an, Plakate fordern „Genug ist genug!“ und „Ruhe im Tal!“.
- Kritik gilt der verzögerten Planung der Bahn-Zulaufstrecke in Bayern – Entlastung bleibt aus.
- Laut Asfinag nutzten fast 11 Mio. Autos und rund 2,5 Mio. Lkw die mautpflichtige Autobahn.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Tausende Menschen haben gegen die Verkehrsflut am Brenner protestiert. „So kann es einfach nicht mehr weitergehen“, sagte Karl Mühlsteiger als Initiator der Demonstration. Die Schmerzgrenze der Bevölkerung im Wipptal sei erreicht. „Wir kollabieren mittlerweile unter den extremen Abgasen“, sagte Mühlsteiger, der Bürgermeister der Gemeinde Gries am Brenner ist. Zu den Forderungen der Demonstranten zählt ein erweiterter Lärmschutz und die Verlagerung des Schwerverkehrs auf die Schiene. Wegen des Protests ist die Brenner-Route bis zum Abend für Transitfahrten gesperrt. Viele Demonstranten reisten mit Zügen und Fahrrädern an.
Kritik der Demonstranten auch an Deutschland
Fast 11 Millionen Autos und rund 2,5 Millionen Lastwagen haben 2025 laut Autobahnbetreiber Asfinag die mautpflichtige Autobahn benutzt. Damit ist die Strecke die verkehrsreichste Nord-Süd-Verbindung der Alpen. Nach Berechnungen des Ökologie- und Verkehrsverbands VCÖ fuhren voriges Jahr fast dreimal so viele Lkw über den Brenner wie über alle Alpen-Transitstrecken der Schweiz.
Auf manchen Schildern war auch Kritik an der verzögerten Planung der Bahn-Zulaufstrecke in Bayern zu sehen, die nach der Fertigstellung des Brennerbasistunnels für eine Entlastung der Autobahn sorgen soll.
Bürgermeister: Historischer Tag
„Das geht heute in die Geschichte Tirols ein“, meinte Mühlsteiger. Er kündigte an, dass die Bevölkerung auch nach diesem Aktionstag nicht ruhen werde. Tirols Ministerpräsident Anton Mattle (ÖVP) sagte bei einem Pressetermin, dass er die Forderungen der Demonstranten bereits an Wien, Berlin, Rom und Brüssel weitergeleitet habe. Die Belastungen durch den „überbordenden Transit“ hätten inzwischen Grenzen überschritten, sagte Mattle laut Nachrichtenagentur APA.











