Sonnencreme: Wie viel Sonnencreme braucht man? Aufklärung der gängigsten Irrtümer

Wie viel Sonnencreme sollte eigentlich aufgetragen werden? Darüber gibt es viele unterschiedliche Ansichten. Hier wird mit den Irrtümern aufgeräumt.
Stephanie Pilick/dpaViele begraben sich unter Tonnen an Sonnencreme, als verleihe es ihnen eine Superkraft. Das Prachtexemplar dieser Spezies verteilt das Wundermittel gar nicht erst richtig, sondern hinterlässt lediglich ein Augenpaar inmitten von weißen Schlieren. Andere benetzen sich nur mit dem aller dünnsten Ölfilm und kehren als rote Lachse aus dem Wasser wieder an Land. Schön knusprig gebraten, wälzen sie sich abends im Bett in der Sandmarinade vom Strand und können nicht schlafen, weil der Rücken brennt, als lägen sie auf dem Grill. Die Arten, sich mit Sonnencreme einzuschmieren, könnten nicht unterschiedlicher sein. Und je nach Schönheitsideal und Sonnenverträglichkeit, haben sich die meisten schon einmal mit zu wenig Gebrauch von Sonnencreme schmerzlich vertan. Doch wie viel Sonnencreme sollte nun eigentlich verwendet werden? Wie viel Sonnencreme braucht man, dass der Sonnenschutz effektiv wirkt?
Sonnencreme optimal auftragen: Wie viel, wann und wie oft eincremen?
Eine 1,80 Meter große Person benötigt etwa 40 Milliliter für den ganzen Körper. Das entspricht ca. drei bis vier Esslöffeln. Davon geht die Stiftung Warentest aus. Wer kleiner oder größer ist, braucht dementsprechend etwas mehr oder weniger. Generell gilt jedoch: Lieber zu viel als zu wenig. Und so kann eine gängige Sonnencreme mit 150 bis 200 Millilitern bei einmaligem Eincremen am Tag auch schon mal nach 4 bis 5 Tagen aufgebraucht sein.
Nachcremen: Baden, Schweiß und Zeit — Der Sonnenschutz lässt nach
Auch sollte alle zwei bis drei Stunden nachgecremt werden. Insbesondere, wenn man dazwischen im Wasser war oder stark geschwitzt hat. Weiterhin sollte die UV–Belastung, sowie die Dauer des Sonnenbadens beachtet und der Einsatz von Sonnencreme daran angepasst werden. Auch der Lichtschutzfaktor kann dementsprechend ausgewählt werden.
Hohe UV–Belastung vermeiden — Ein Fazit
Am besten ist es, sich gar nicht erst direkt starker Sonneneinstrahlung mit hoher UV–Belastung auszusetzen. Danach hilft Körperbedeckung vor Verletzungen der Haut. Erst auf Platz drei folgt der Schutz mit Sonnencreme. Dies ist vom Öko–Test ab einem Wert auf dem UV–Index über 3 empfohlen. Der Wert wird mittlerweile auch von vielen Wetterdiensten online mitangegeben. Eine Superkraft verleiht Sonnencreme nicht und kann keinen endgültig perfekten Schutz bieten. Sich in einen Lachs zu verwandeln, sollte allerdings auf jeden Fall vermieden werden. Und dafür ist es besser, mehr Sonnencreme zu nehmen als zu wenig.

