„Somalia stinkt“
: Trump bezeichnet Menschen aus Somalia als „Müll“

Was genau Trump über Menschen aus Somalia sagte und wie es zu den fremdenfeindlichen Äußerungen kam.
Von
Lisa Klopp-Jaber
Washington
Jetzt in der App anhören
US-Präsident Donald Trump spricht an Thanksgiving von seinem Anwesen Mar-a-Lago per Video zu den Truppen. +++ dpa-Bildfunk +++

US-Präsident Donald Trump nannte Menschen aus Somalia „Müll“.

Alex Brandon/dpa

In einer Kabinettssitzung am 2. Dezember 2025 wetterte US-Präsident Trump in einer fremdenfeindlichen Tirade gegen Somalier in den USA, bezeichnete sie als „Müll“ und sagte „Somalia stinkt“. Dies geschah, während die Abschiebungsbehörde ICE seine Abschiebungen in Gemeinden in Minnesota verschärft. Was genau Trump über Somalier sagte und wie es zu den fremdenfeindlichen Äußerungen kam.

„Somalia stinkt“

In einer Kabinettssitzung am Dienstag (2.12.2025) bezeichnete der US-amerikanische Präsident Donald Trump somalische Einwanderer als Abfall  („garbage“). In einer Tirade sagte er, somalische Einwanderer sollten in ihre Heimat zurückgeschickt werden. Er wetterte insbesondere gegen die Kongressabgeordnete Ilhan Omar, welche aus Somalia stammt und US-Staatsbürgerin ist. Trump sagte, „Somalia stinkt“ und sei „aus gutem Grund nichts wert“.

„They contribute nothing. I don’t want them in our country, I’ll be honest with you. We’re going to go the wrong way if we keep taking in garbage into our country. These are people who do nothing but complain. They complain, and from where they came from, they got nothing (…) When they come from hell and they complain and do nothing but bitch, we don’t want them in our country. Let them go back to where they came from and fix it.“

„Sie tragen nichts bei. Ich will sie nicht in unserem Land haben“

„Sie tragen nichts bei. Ich will sie nicht in unserem Land haben, ich bin ehrlich mit Ihnen“, sagte Trump. Er bezeichnete Omar als „Abfall“ und sagte: „Wir begeben uns in die falsche Richtung, wenn wir weiterhin Abfall in unser Land lassen“. „Das sind Menschen, die nichts anderes tun, als sich zu beschweren“, sagte er. „Sie beschweren sich, und wo sie herkommen, haben sie nichts ... Wenn sie aus der Hölle kommen und sich beschweren und nichts anderes tun, als zu meckern, wollen wir sie nicht in unserem Land haben. Sollen sie doch dorthin zurückgehen, wo sie herkommen, und dort etwas ändern.“, sagte Trump in der Kabinettssitzung.

Somalier in Betrugsfälle verwickelt

Hintergrund der Tirade am 2.12.2025 in der Sitzung des Kabinetts sind mehrere Betrugsfälle, die sich über mehrere Jahre erstreckten und Dutzende somalischer Einwohner betrafen, die laut Staatsanwaltschaft den Staat belogen hatten, um Erstattungen für Verpflegungsausgaben, medizinische Versorgung, Wohnraum und Autismus-Dienstleistungen zu erhalten. Die US-Regierung um Trump hatte zuvor damit gedroht, den vorübergehenden Schutzstatus für Somalier in Minnesita aufzuheben und den Bundesstaat „Zentrum für betrügersche Geldwäscheaktivitäten“ genannt. Der Finanzminister Scott Bessent kündigte am Montag (1.12.2025) an, dass seine Behörde untersuchen werden, ob Steuergelder aus Monnesota „an die Terrororganisation Al-Shabaab umgeleitet worden seien”, und teilte einen aktuellen Bericht eines rechtsgerichteten Medienunternehmens, das solche Behauptungen aufgestellt hatte.

Verschärfte Abschiebungen in Minneapolis

Daraufhin verstärkte die Trump-Regierung diese Woche die Einwanderungskontrollen gegen undokumentierte Somalier in Minnesota. Die New York Times berichtete am 2.12.2025, dass im Großraum Minneapolis-Saint Paul, im Bundesland Minnesota, wo die meisten Somalier leben, diese Woche verstärkte Abschiebungsmaßnahmen durchgeführt werden sollen. Die Abschiebungen treffen in erster Linie Somalier, gegen die eine endgültige Abschiebungsanordnung vorliegt. Dabei sollen „Einsatzteams“ aus ICE-Beamten und anderen Bundesbeamten zum Einsatz kommen, für die etwa 100 Beamte aus dem ganzen Land herangezogen werden, berichtete die Times. Andere Medien, darunter die Associated Press, haben diese Berichterstattung bestätigt.

Stadt stellt sich hinter somalische Gemeinde

In Minneapolis haben sich die meisten Somalier in den USA angesiedelt. Von allen Somaliern in den USA leben etwa 80.000 im Bundesstaat Minnesota. Die meisten sind US-Bürger oder haben einen legalen Aufenthaltsstatus, berichtet The Guardian. Jacob Frey, der Bürgermeister von Minneapolis, und andere führende Vertreter der Stadt hielten am Dienstag (2.12.2025) eine Pressekonferenz ab, um sich hinter die somalische Gemeinschaft in Minneapolis zu stellen.