Silvesterböller
: Zoll stoppt tonnenweise illegale Pyrotechnik aus Polen

Tausende polnische Feuerwerkskörper spürt der Zoll in Hannover in Hunderten Paketen auf. Es gab einen Tipp eines Paketdienstleisters. Und die Beamten suchen vor Silvester weiter.
Von
dpa
Hannover
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Gefahr durch illegale Böller: ARCHIV - 21.12.2015, Hamburg: ARCHIV - Ein Entschärfer des Kampfmittelräumdienstes zeigt am 22.12.2015 in Hamburg auf einem Gelände der Feuerwehr mehrere sogenannte «Polenböller».  (zu dpa: «Zoll stoppt tonnenweise illegale Pyrotechnik aus Polen») Foto: Bodo Marks/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Augen auf beim Böllerkauf.

Bodo Marks/dpa
Der Zoll in Hannover beschlagnahmt über 4,4 Tonnen illegale Feuerwerkskörper aus Polen. Mehr als 460 Pakete wurden seit Donnerstag entdeckt. Ein Paketdienstleister gab den entscheidenden Hinweis. Die gefährliche, nicht zugelassene Pyrotechnik stellt ein Gesundheitsrisiko dar. Der Zoll warnt vor Bestellungen ohne Genehmigung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Zoll Hannover hat mehrere Tonnen diverser illegaler Feuerwerkskörper aus Polen beschlagnahmt. Mehr als 460 Pakete mit einem Gesamtgewicht von über 4,4 Tonnen hätten sich seit vergangenem Donnerstag angehäuft, hieß es in einer Mitteilung des Hauptzollamts der niedersächsischen Landeshauptstadt. „Nach aktuellen Erkenntnissen gehen wir davon aus, dass noch weitere entsprechende Pakete eintreffen werden“, sagte Pressesprecher Enrico Bacher.

Die Absender der Pyrotechnik seien in Polen ansässig, die Empfänger diverse Einzelpersonen aus ganz Deutschland. Auf die Funde aufmerksam wurde der Zoll durch einen Hinweis eines Paketdienstleisters, möglicherweise ein Paket mit Pyrotechnik erhalten zu haben. Die Zollbeamten hätten die Vermutung bestätigt, hieß es. 

Hauptzollamt warnt: Gesundheitsrisiko und Straftat

Bei den gefährlichen und nicht zugelassenen Feuerwerkskörpern handele es sich nach aktueller Einschätzung nicht nur um die üblicherweise zu Silvester verwendeten „Knallkörper“. „Wir warnen eindringlich davor, sich Feuerwerkskörper bei derartigen Händlern zu bestellen“, betonte Bacher.

Neben dem enormen Gesundheitsrisiko sei das Bestellen von Feuerwerkskörpern ohne entsprechende Genehmigungen eine Straftat. Der Fund sei zwar traurig, aber: „Wir schützen damit viele Menschen.“ Aus ermittlungstaktischen Gründen könnten derzeit keine weiteren Informationen gegeben werden. Derzeit werte man die große Menge noch aus.