Gegen mehr als ein Dutzend SEK-Beamte wird im Zusammenhang mit rechtsextremen Chatgruppen ermittelt. Deshalb wird das Spezialeinsatzkommando der Frankfurter Polizei umorganisiert. Den Beamten sei die Ausübung des Diensts untersagt worden, sagte der Frankfurter Polizeipräsident Gerhard Bereswill am Mittwoch. Einer der Beamten, gegen den die Staatsanwaltschaft Mainz schon länger ermittelt, werde suspendiert.

SEK wird umgruppiert: Ermittlungen wegen Rechtsextremismus laufen

„Das SEK wird in den kommenden Tagen umgruppiert und neu organisiert“, sagte Bereswill. Die Arbeitsfähigkeit der Spezialkräfte werde dennoch gewährleistet. Das hessische Landeskriminalamt und die Frankfurter Staatsanwaltschaft hatten am Mittwoch über die Ermittlungen im Zusammenhang mit rechtsextremen Chats berichtet. Am Mittwoch wurden sechs Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt.

Hessische Polizisten: Polizeipräsident will intensiv dagegen vorgehen

„Es ist schlimm, es ist schwerwiegend, was hier auf den Tisch gekommen ist. Wir werden intensiv damit umgehen“, sagte Bereswill zu den neuen Vorwürfen gegen hessische Polizisten. Es sei schon eine Besonderheit, dass eine Spezialeinheit von solchen Vorwürfen betroffen sei, so Bereswill. Es gelte, zu schauen, was speziell mit Blick auf solche Einheiten getan werden könne in Sachen Prävention und Resilienz und wie sich sicherstellen lasse, dass sich so etwas in diesem Bereich nicht wiederholt.
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