Nur ein Aprilscherz!: Kalte Donau wird zum Nabada extra temperiert und gechlort

Mit kochendem Wasser soll die Donau am Schwörmontag auf 19,5 Grad erwärmt werden.
Illlustration: Chat GPT- Neues EU-Gesetz „BiGeVSG“: Gewässer bei Veranstaltungen mindestens 19 Grad, in BW 19,5 Grad.
- Ulm richtet Donauerwärmungsbüro ein, das den Fluss am Schwörmontag auf 19,5 Grad bringen soll.
- Berechnungen: Erwärmung großer Wassermengen, Nutzung von Abwärme und dunkler Folie in Prüfung.
- Stadt plant Chlorung gemäß „LaDuVV“, um Magen-Darm-Fälle nach dem Nabada zu verhindern.
- Kampagne „Schwaben dreht auf“: Warmduschen der Bevölkerung soll im Probebetrieb helfen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Endlich keine Gänsehaut mehr! Endlich nicht mehr Magen-Darm! Dank einer neuen EU-Regelung wird das Nabada schon in diesem Jahr zu einem lauen Vergnügen und der obligatorische Dienstags-Durchfall verhindert.
Denn am 1. April tritt das Europäische Binnengewässerveranstaltungsschutzgesetz (BiGeVSG) in Kraft. Dieses Gesetz regelt, wie künftig öffentliche Feste und Feiern in Flüssen und Seen abgehalten werden und welche Rahmenbedingungen eingehalten werden müssen.
Im Mittelpunkt steht die „Temperierung stehender und fließender Gewässer auf mindestens 19 Grad“. In Baden-Württemberg gelten sogar 19,5 Grad, entsprechend der strengeren Umsetzung durch die Landesbinnengewässerveranstaltungsschutzverordnung (LaBiGeVSV).
In Ulm und Neu-Ulm ist für die Umsetzung ein Donauerwärmungsbüro eingerichtet worden. Dort heißt es bereits: „Wir denken den Fluss neu – als Wellness-Infrastruktur“. Damit hätte auch die Strandbar ihren Namen endlich verdient, und die Doppelstadt bekäme ein weiteres touristisches Highlight mit dem Slogan „Deutschlands heißestes Ufer“. Doch bis dahin ist die technische Umsetzung eine Herausforderung.
„Das wird ein Kraftakt“, sagt Dr. Kelvin Thermomann, Leiter des Donauerwärmungsbüros, „aber es ist machbar.“ Die entsprechenden Rechenmodelle wurden bereits erstellt: „Bei einem durchschnittlichen Durchfluss von 150 Kubikmeter pro Sekunde geht es darum, 540.000 Kubikmeter Flusswasser pro Stunde von 15 auf 19,5 Grad zu erwärmen“, rechnet Thermomann vor.
Skeptisch? Zurecht! Spätestens an dieser Stelle könnten Sie uns auf die Schliche gekommen sein. Bei dieser Geschichte handelt es sich um einen Aprilscherz. Alle Wasserratten sollten sich also auch an Schwörmontag 2026 in ihre Neoprenanzüge schmeißen und das Donauwasser besser nicht schlucken. Weder heißes Wasser noch Chlor wird in die Donau gekippt. Aber sei's drum. Wir freuen uns trotzdem schon auf das Nabada!
120 olympische Schwimmbecken kochendes Wasser nötig
„Nimmt man kochendes Wasser, wären dazu 3000 Kubikhektoliter pro Stunde notwendig, zu dessen Erwärmung 10 Terajoule Energie gebraucht werden. Das ist in etwa die Tagesproduktion eines kleinen Kraftwerks“, sagt Thermomann. In einem internen Papier, das im Donaubad erarbeitet worden sein soll, heißt es: „Das entspricht etwa 120 olympischen Schwimmbecken – eine logistisch ambitionierte, aber lösbare Aufgabe.“ Unterstützung kommt aus der Wirtschaft. Mehrere Energieunternehmen hätten bereits signalisiert, ihre Abwärme „solidarisch in die Donau zu leiten“.
Parallel arbeitet ein Forschungsteam an einer großflächigen Abdeckung der Donau mit einer dunklen Spezialfolie, die aus künftig überflüssigen Plastiksitzen des Donaustadions hergestellt werden. Diese nachhaltige Folie solle Sonnenenergie effizient speichern und das Wasser zusätzlich erwärmen. Allerdings könnte der Ulmer Frühsommer-Nebel diesem Projekt einen Strich durch die Rechnung machen.
Im Probebetrieb die Warmdusch-Aktion „Schwaben dreht auf“
Kritische Stimmen, die auf mögliche Nebenwirkungen wie Sauerstoffmangel oder irritierte Fische hinweisen, weist die Stadt allerdings zurück: „Die Donau wird dadurch nicht beeinträchtigt, sondern lediglich thermisch optimiert.“ Weiter flussabwärts werde der Effekt nachlassen: „In Regensburg kann man sich dann bereits wieder den A... abfrieren.“
Die Bevölkerung soll aktiv eingebunden werden. Geplant ist im Vorfeld eine Kampagne unter dem Motto „Schwaben dreht auf“. Ziel sei es, möglichst viele Menschen gleichzeitig zum Warmduschen zu bewegen. „Wenn alle mitmachen, erreichen wir die 19,5 Grad vielleicht schon im Probebetrieb und ohne extra kochendes Wasser“, heißt es optimistisch.
Mit der Erwärmung der Donau allein wird es aber nicht getan sein. Aufgrund der ebenfalls neuen Landesdurchfallverhinderungsverordnung (LaDuVV) sollen künftig die vielen Magen-Darm-Erkrankungen infolge des Nabadas verhindert werden, indem die Donau gechlort wird.
Arbeitgebervereinigung: „Das ist der Durchbruch gegen Durchfall“
Nach Berechnungen des Donauerwärmungsbüros wären lediglich rund 270 Kilogramm Chlor pro Stunde erforderlich, „um die Donau im Raum Ulm auf ein hygienisch einwandfreies Niveau zu bringen – etwa vergleichbar mit einem mittelgroßen Freibad, nur in Bewegung“, wie Dr. Thermomann schwärmt. Damit könne die Donau künftig auch „hygienisch optimiert“ werden. Und zudem: „Ein leichter Chlorgeruch ist für viele Bürger ein Zeichen von Sicherheit.“
Im vergangenen Jahr verbrachten Menschen aus der Ulmer Region nach Berechnungen des Mikrobiologischen Überwachungsinstituts Stuhlhausen am Dienstag nach Schwörmontag 17.430 Stunden auf der Toilette – ein immenser Schaden für die Wirtschaft. „Das ist der Durchbruch gegen Durchfall“, freuen sich Arbeitgebervereinigungen. Und hoffen, dass bis dahin nicht mehr viel Wasser die Donau runterfließt.
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