Impfung bei Katzen
: Welche Impfungen sind für Katzen sinnvoll?

Katzen gehören zu den beliebtesten Haustieren Deutschlands. Welche Impfungen benötigen sie? Tierärztin Dr. Stefanie Schmidtke verrät uns das.
Von
Lea Lange
Berlin
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Um die eigene Katze bestmöglich zu schützen, sollten die Basisimpfungen verabreicht werden. Doch welche sind das und wie oft müssen diese aufgefrischt werden?

CHAIDEER MAHYUDDIN / AFP

Ob Hauskatzen oder Freigänger. Jede Katze sollte einen Basisschutz durch Impfungen haben, sodass sie keine lebensbedrohlichen Erkrankungen bekommt. Welche Impfungen sind also für Katzen sinnvoll? Dies beantwortet uns Tierärztin Dr. Stefanie Schmidtke:

Welche Impfungen sind für Katzen sinnvoll?

Es gibt genau wie bei den Hunden auch für Katzen Kernimpfungen, die jede Katze haben sollte. Da gehört auch Katzenschnupfen und Parvovirose dazu. Wobei sich das beim Katzenschnupfen aus den Rhinotracheitis — und Caliciviren und Chlamydienimpfstoff zusammensetzt. Und dann kann man für Freigänger auch Tollwut dazu impfen. Der Impfstoff gegen die Katzenleukose beziehungsweise Katzenleukämie ist für Freigänger auch ganz wichtig. Bevor die Katze gegen die Leukose das erste Mal geimpft wird, sollte man zuvor einen Bluttest machen lassen, um nachweisen zu können, ob das Tier mit dem Virus bereits in Kontakt war. Wenn das so sein sollte, kann man sich die Impfung eigentlich sparen, da sie dann wirkungslos ist.

Wie oft müssen die Impfungen aufgefrischt werden?

Laut Impfleitlinie der StIKo Vet, sollten folgende Impfungen regelmäßig verabreicht werden:

  • Die Impfstoffe gegen Chlamydia, Herpesviren, Caliziviren und Leukose sollten einmal jährlich aufgefrischt werden
  • Der Impfstoff gegen die Planleukopenie sollte allezwei Jahre aufgefrischt werden
  • Der Impfstoff gegen Tollwut sollte alle drei Jahre aufgefrischt werden

Wer ist Dr. Stefanie Schmidtke?

Stefanie Schmidtke absolvierte ihr Studium und ihre Promotion an der TiHo Hannover. Seit 1995 betreibt sie eine Gemeinschaftspraxis für Kleintiere in Schleswig–Holstein. Seit über 20 Jahren ist sie in verschiedenen Funktionen für den Bund praktischer Tierärzte (bpt) ehrenamtlich aktiv. Von 2016 bis 2024 war sie Vorsitzende der Fachgruppe Kleintierpraxis im bpt (FGK) und ist derzeit stellvertretende FGK–Vorsitzende und Vorstandsmitglied im Landesverband praktischer Tierärzte Schleswig–Holstein.